Foto:©Elisabeth Anton
Mein Leben, zwei Welten
Mein Leben, zwei Welten
Zuerst Diktatur, danach Freiheit in Wohlstand
Wie viel dabei Mensch und Leben gelten
Das war der Stempel, aus jedem einzelnen Land
Karpatenreichtum, Donau, Marosch, Schwarzes Meer
Natur, als ob der Erdkugel Krönung
Nach dem Defilieren, alle Gassen, Straßen leer
Diktatur, welch üble, als ob nie endende Demütigung
Das Volk verblöden wollen, diese „SEINE ewigen Reden“
Gestikulierende Hände, als ob eingeklemmt im Strampelanzug
Der Diktator und sein Gefolge, sie lebten Garten Eden
Kein Problem, wenn Unschuldige man gefoltert, im Strafvollzug
Dieser Zynismus demonstrierender Abartigkeit
Fernab jeglichem Zivilisationsstand
Überall diese Show – ob Tribüne, Radio, Fernsehzeit
Oft dachte ich: „Spürt DER noch seine Hand?“
Dieses abartige Händeschütteln, Umarmen
Wenn Staatsmänner im Land zu Besuch
Abgebrühte Analphabeten, Sadisten ohne Erbarmen
Mich ekelt er heute noch an, „dieser Diktatur Zeitgeruch“
Und bei all den Schikanen und Grausamkeiten
Hatte ich, nach fast 20 Jahren Wartezeit, noch Riesenglück
Ich konnte diese Diktatur verlassen, beizeiten
Weh tat nur, Heimat ließ ich zurück
Dann, die andere Welt, unfassbar
Unterschiede, genau wie zwischen Schatten und Licht
Freiheit, Wohlstand, Sauberkeit glasklar
Nur zuhause, daheim, das fühle ich mich nicht
Diese zwei Welten, als ob aus dem Sumpf ins Wohlstandrad
Unbegreiflich, was ich erleben durfte, sehen
Und in jedem Land drehte sich ein Riesenrad
Die Frage nur: Was soll ich verstehen
Zwei Länder, zwei Gesichter, zwei Welten
Diktatur voller Grausamkeit, dann die freie Welt
Wenn der Wald sein Lied komponierte, ich durfte zelten
Dann war es die Natur, die alles auf den Kopf gestellt
Schon lange, sehr lange, frage ich mich
Warum können Menschen nicht in Frieden leben
Warum ist diese Macht der Mächtigen so unmenschlich
Warum will sie kommenden Generationen nicht eine reiche Welt weitergeben…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
27.09.2012
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