Montag, 12. April 2021

Mein Leben, zwei Welten


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Mein Leben, zwei Welten                                    

 

Mein Leben, zwei Welten

Zuerst Diktatur, danach Freiheit in Wohlstand

Wie viel dabei Mensch und Leben gelten

Das war der Stempel, aus jedem einzelnen Land

 

Karpatenreichtum, Donau, Marosch, Schwarzes Meer

Natur, als ob der Erdkugel Krönung

Nach dem Defilieren, alle Gassen, Straßen leer

Diktatur, welch üble, als ob nie endende Demütigung

 

Das Volk verblöden wollen, diese „SEINE ewigen Reden“

Gestikulierende Hände, als ob eingeklemmt im Strampelanzug

Der Diktator und sein Gefolge, sie lebten Garten Eden

Kein Problem, wenn Unschuldige man gefoltert, im Strafvollzug

 

Dieser Zynismus demonstrierender Abartigkeit

Fernab jeglichem Zivilisationsstand

Überall diese Show – ob Tribüne, Radio, Fernsehzeit

Oft dachte ich: „Spürt DER noch seine Hand?“

 

Dieses abartige Händeschütteln, Umarmen

Wenn Staatsmänner im Land zu Besuch

Abgebrühte Analphabeten, Sadisten ohne Erbarmen

Mich ekelt er heute noch an, „dieser Diktatur Zeitgeruch“

 

Und bei all den Schikanen und Grausamkeiten

Hatte ich, nach fast 20 Jahren Wartezeit, noch Riesenglück

Ich konnte diese Diktatur verlassen, beizeiten

Weh tat nur, Heimat ließ ich zurück

 

Dann, die andere Welt, unfassbar

Unterschiede, genau wie zwischen Schatten und Licht

Freiheit, Wohlstand, Sauberkeit glasklar

Nur zuhause, daheim, das fühle ich mich nicht

 

Diese zwei Welten, als ob aus dem Sumpf ins Wohlstandrad

Unbegreiflich, was ich erleben durfte, sehen

Und in jedem Land drehte sich ein Riesenrad

Die Frage nur: Was soll ich verstehen

 

Zwei Länder, zwei Gesichter, zwei Welten

Diktatur voller Grausamkeit, dann die freie Welt

Wenn der Wald sein Lied komponierte, ich durfte zelten

Dann war es die Natur, die alles auf den Kopf gestellt

 

Schon lange, sehr lange, frage ich mich

Warum können Menschen nicht in Frieden leben

Warum ist diese Macht der Mächtigen so unmenschlich

Warum will sie kommenden Generationen nicht eine reiche Welt weitergeben…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

              27.09.2012

 

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