Mittwoch, 14. April 2021

Das Buch meiner Hatzfelder Zeit


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Das Buch meiner Hatzfelder Zeit                                  

 

Heimat, was spür ich Heimweh in mir

Es bohrt so tief, es sucht Erinnerung

Hatzfeld, so weit in der Ferne hier

Denke ich an dich, schenk dir Umarmung

 

Ich kann sie nie vergessen, unsere Zeit

Nicht vergessen, wo ich einst zuhause, daheim

Mein Heimweh, welch still weinende Dankbarkeit

Bei dir einst gewohnt, daheim, zuhause zu sein

 

Ich sehne mich nach deiner Welt

Wo es noch ehrliche Freunde, gute Nachbarn gab

Blühende Akazienbäume, Sommer, Herbst, in Hatzfeld

So ehrfurchtsvoll, so reich, jeder Jahreszeit Wanderstab

 

Ich sehne mich nach unserem blühenden Kirschbaum

Nach den Libellen auf dem Blütenmeer

Ich sehne mich nach unserem Gartentraum

Heute, mein Elternhaus so öd, so menschenleer

 

Ich habe Heimweh nach unserem Ofen, dem Petroleumlicht

Die, unsere Abende verzaubert, in spürbarer Heiligkeit

Hatzfeld, das Glück unserer Jahrzehnte vergesse ich nicht

Heimweh erinnert mich immer wieder, wie schön jede Jahreszeit

 

Ich habe Heimweh nach meiner Heimat, sehne mich

Nach deiner, einst so spürbar gelebten Geborgenheit

Mein Zuhause, meine Hutwett, Kaul, Spengelgass, unersetzlich

Was war sie so edel, so reich, unsere Zeit

 

Ich schließe die Augen, Farbenzauber im Herbstwind

Ich sehe, wie alles vorbereitet für die Winterzeit

Welch traumhaftes Paradies ich gelebt, nicht nur als Kind

Das zeigt mir mein Heimweh, wenn ich es öffne, das Buch meiner Hatzfelder Zeit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 16.10.2012

 

 

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Töten, Töten auch zur Weihnachtszeit

                  Foto:©Elisabeth Anton     Töten, Töten auch zur Weihnachtszeit                                     Wer kann das verant...