Foto:©Elisabeth Anton
Das Buch meiner Hatzfelder Zeit
Heimat, was spür ich Heimweh in mir
Es bohrt so tief, es sucht Erinnerung
Hatzfeld, so weit in der Ferne hier
Denke ich an dich, schenk dir Umarmung
Ich kann sie nie vergessen, unsere Zeit
Nicht vergessen, wo ich einst zuhause, daheim
Mein Heimweh, welch still weinende Dankbarkeit
Bei dir einst gewohnt, daheim, zuhause zu sein
Ich sehne mich nach deiner Welt
Wo es noch ehrliche Freunde, gute Nachbarn gab
Blühende Akazienbäume, Sommer, Herbst, in Hatzfeld
So ehrfurchtsvoll, so reich, jeder Jahreszeit Wanderstab
Ich sehne mich nach unserem blühenden Kirschbaum
Nach den Libellen auf dem Blütenmeer
Ich sehne mich nach unserem Gartentraum
Heute, mein Elternhaus so öd, so menschenleer
Ich habe Heimweh nach unserem Ofen, dem Petroleumlicht
Die, unsere Abende verzaubert, in spürbarer Heiligkeit
Hatzfeld, das Glück unserer Jahrzehnte vergesse ich nicht
Heimweh erinnert mich immer wieder, wie schön jede Jahreszeit
Ich habe Heimweh nach meiner Heimat, sehne mich
Nach deiner, einst so spürbar gelebten Geborgenheit
Mein Zuhause, meine Hutwett, Kaul, Spengelgass, unersetzlich
Was war sie so edel, so reich, unsere Zeit
Ich schließe die Augen, Farbenzauber im Herbstwind
Ich sehe, wie alles vorbereitet für die Winterzeit
Welch traumhaftes Paradies ich gelebt, nicht nur als Kind
Das zeigt mir mein Heimweh, wenn ich es öffne, das Buch meiner Hatzfelder Zeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
16.10.2012

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