Foto:©Elisabeth Anton
Ein letztes Glockenrufen
Der weiche Nebelschleier umarmt die Stadt
Nur noch die Kirchturmspitze zu sehen
Erinnerungen, welch Bilder meiner Heimat
So selten noch, die alten Heimatwinde wehen
Selbst der Heimatwind davongezogen
Nur das Läuten der Glocken nahm er nicht mit
Heimat, jede deiner Erinnerungen mir gewogen
Begleiten, still und leise, meines Heimwehs Schritt
Überall nur die Zeichen der Vergänglichkeit
Fremde und Leere, sie sind geblieben
So wohltuend, einst, diese Heimatgeborgenheit
Aussiedlung hat alles, restlos alles, vertrieben
Der Nebel so grau, so grau wie die Nacht
Im stillen Gebet ein letztes Glockenrufen aus der Heimat
Mit Blütezeit und Tragödien mein Hatzfeld bedacht
Fremd geworden, einsam, traurig, was einst glückliche Heimat
Welch leises, letztes Glockenrufen
Vom Glockenturm meiner Heimatkirche
Wenn ich zum Gebet, voller Ehrfurcht, die Hände falte…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
23.05.2021

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