Foto:©Elisabeth Anton
Nicht mal mehr Hoffnung
44. Tag Krieg
Dort, einst ein Hochhaus, jetzt, ohne Wohnungen
Die Bomben ließen nur noch ein Mauergitter stehen
Es gibt nur noch grauenvolle Erinnerungen
Traumatisierte Menschen verzweifelt zwischen Leichen stehen
Eine Mutter hat ihren Sohn in ihrem Garten begraben
Dass er immer nah bei ihr, niemand ihm mehr weh tut
Ganze Hochhäusersiedlungen keine Fassaden mehr haben
Eine Mutter weint, weil ihr Sohn in kalter Erde ruht
Kinder können diesen Krieg nicht begreifen
Warum Angst sie erstickt, Angst und Verzweiflung
Ich dachte, dass Menschen mit dem Alter reifen
Diese Trümmerwüste, dieses Leid, sie kennen keine Hoffnung
Unschuldige Menschen verstehen nicht
Warum alles Richtung Töten und Vernichtung treibt
Sie flehen um Frieden, sie verstehen nicht
Warum am Ende den Unschuldigen nicht mal mehr Hoffnung bleibt
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
08.04.2022
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