Foto:©Elisabeth Anton
Gardinenreste, im Wind der ausgebrannten Ruinen
44. Tag Krieg
Ich denke, die Natur schenkte mir
Seit meiner Geburt, Herzensgüte und Verstand
Fantasie und Gefühle als Traumrevier
Den Wunsch nach Frieden, eine helfende Hand
Mit all diesen Kostbarkeiten des Lebens
Kann ich diesen Krieg nicht verstehen
Nicht begreifen, dass all diese Opfer vergebens
Keiner wird mit einer Siegestrophäe nach Hause gehen
Tag für Tag, immer mehr Leid, immer mehr Zerstörung
Bei all diesen barbarischen Vorgehen
Es sammelt sich Erinnerung um Erinnerung
Wer, wer wird vor dem Himmelsgericht stehen
Wer wird die Verantwortung tragen
Für all diese Gräueltaten, dieses Zerstören
Wer wird die Toten aus den Massengräbern in ihre Gräber tragen
Wer kann das Leid der Unschuldigen, ihr Anklagelied, nicht hören
So viele Hochhäuser haben Raketenangriffe, Bomben nicht überlebt
Ob die Bewohner geflüchtet oder tot in ihrer Wohnung
Wer hört die Tränen der Mutter, weil ihres Sohnes Herz nicht mehr bebt
Wer kann verstehen, dass all dieser Menschen Leben nur noch Erinnerung
In 44 Tagen Krieg, zehntausende Leben zerstört
Ob ihre Häuser zerstört, ob in die Flucht getrieben
Hat niemand, keiner, des Himmels Rufen gehört
„Stoppt den Krieg! Es ist doch fast nichts mehr geblieben!“
Trümmerlandschaften reichen sich die Hände
Tausende Familien haben kein Zuhause mehr
Hochhäuser, Privathäuser, sie hatten alle mal Wände
Heute, nur noch Gardinenreste im Wind, es gibt kein Zuhause mehr…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
08.04.2022
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