Samstag, 9. April 2022

Gardinenreste, im Wind der ausgebrannten Ruinen

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Gardinenreste, im Wind der ausgebrannten Ruinen

44. Tag Krieg

 

Ich denke, die Natur schenkte mir

Seit meiner Geburt, Herzensgüte und Verstand

Fantasie und Gefühle als Traumrevier

Den Wunsch nach Frieden, eine helfende Hand

 

Mit all diesen Kostbarkeiten des Lebens

Kann ich diesen Krieg nicht verstehen

Nicht begreifen, dass all diese Opfer vergebens

Keiner wird mit einer Siegestrophäe nach Hause gehen

 

Tag für Tag, immer mehr Leid, immer mehr Zerstörung

Bei all diesen barbarischen Vorgehen

Es sammelt sich Erinnerung um Erinnerung

Wer, wer wird vor dem Himmelsgericht stehen

 

Wer wird die Verantwortung tragen

Für all diese Gräueltaten, dieses Zerstören

Wer wird die Toten aus den Massengräbern in ihre Gräber tragen

Wer kann das Leid der Unschuldigen, ihr Anklagelied, nicht hören

 

So viele Hochhäuser haben Raketenangriffe, Bomben nicht überlebt

Ob die Bewohner geflüchtet oder tot in ihrer Wohnung

Wer hört die Tränen der Mutter, weil ihres Sohnes Herz nicht mehr bebt

Wer kann verstehen, dass all dieser Menschen Leben nur noch Erinnerung

 

In 44 Tagen Krieg, zehntausende Leben zerstört

Ob ihre Häuser zerstört, ob in die Flucht getrieben

Hat niemand, keiner, des Himmels Rufen gehört

„Stoppt den Krieg! Es ist doch fast nichts mehr geblieben!“

 

Trümmerlandschaften reichen sich die Hände

Tausende Familien haben kein Zuhause mehr

Hochhäuser, Privathäuser, sie hatten alle mal Wände

Heute, nur noch Gardinenreste im Wind, es gibt kein Zuhause mehr…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  08.04.2022

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Zufriedenheit, welch Reichtum

                  Foto:©Elisabeth Anton     Zufriedenheit, welch Reichtum                                             Zufriedenheit, wel...