Foto:©Elisabeth Anton
Wenn nur noch Einsamkeit und Erinnerungen geblieben
Sie sitzt am Fenster, schaut hinaus
Man hat sie hingesetzt, dorthin
So sieht ihr ganzer Tag aus
Oft sucht sie nicht mehr nach dem Sinn
Man reicht ihr das Essen, sie kann es nicht allein
Weder mit Messer noch Gabel, für den Löffel, zu zitternd ihre Hand
Ob Winterstürme, Frühlingswind oder Mondschein
Ihr blieb nur noch ihrer Erinnerungen stummes Land
Oft denkt sie an Zeiten zurück
Wo sie noch jung und wunderschön
Wo sie die Liebe gelebt, des Lebens Glück
Heute, sie kann weder allein essen noch allein gehn´
Sie muss alles akzeptieren
Weil sie auf fremde Hilfe angewiesen
Sie kann Farben, Gefühle, Hass und Liebe registrieren
Sie weiß: Liebe, Hoffnung, Güte, sie sind des Glückes Riesen
Sie wartet geduldig, seit Stunden
Dass jemand sie zur Toilette führt
Sie verarztet, ihre schmerzhaften Wunden
Doch keiner, bisher, die Türklinke an ihrem Zimmer berührt
So vergehen Stunden, Tage, Jahreszeiten
Sie sitzt da oder sie liegt in ihrem Bett, geduldig, allein
Das hätte sie nie gedacht, zu ihres Lebens glücklichen Zeiten
Dass Tod, auch Erlösung kann sein
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
04.12.2022
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