Montag, 11. Juni 2018

Banater Heide


Banater Heide…                                                                                          

Banater Heide, stumm ruht sie im Morgentau
Sonne schleicht sanft am Horizont empor
Wohin ich auch gehe, nachsinne, schau
Verstummte Häuser, Fremde hinter jedem Tor

Wiesen, Felder ruhen, im Antlitz von Sein und Himmelszelt
Meine Heimat, vom Erdboden verschwunden
Schweigend gehe ich durch die Gassen von Hatzfeld
Getragen von Erinnerung, tief mit meinem Heimweh verbunden

Überall nur diese schweigende Fremde zu sehen
Häusergiebel weinen in stiller Traurigkeit
Ich versuche, versuche weiterzugehen
Sie fesseln mich immer wieder, Erinnerungen aus Heimatzeit

Kein Nachbar winkt dir zu, grüßt freundlich
Keine Pferdekutsche bringt Freude, jubelnde Kinderschar
Alles so fremd geworden. Es bleibt so unverständlich
Wie schnell alles dem Erdboden gleich, wo einst meine Heimat war

Banater Heide, so verändert, so fremd dein Gesicht
Deine Maulbeerbaumalleen, schon lange in den Öfen verbrannt
Meine Heimat erloschen, wie einst Großmutters Petroleum-Licht
Wie schön, dass er ewig hält, meiner Heimat Erinnerungsbilderband…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
    01.01.2018


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