Ein Friedhof, wo das Abendrot den Horizont geküsst
Wenn ihre Sehnsucht nicht mehr zu ertragen
Fuhr sie mit dem Fahrrad zum Friedhof hin
Antwort bekam sie nicht, auf ihre vielen
Fragen
Aber Freiheit zum Atmen, für ihren traurigen
Sinn
Im Westen sank wortlos stumm das Abendrot
Sie stand betend, weinend vor manchem
Grabstein
Ob ihre Liebe Freudentaumel oder in Not
Wusste sie nie. Sie weinte nur um ihn, allein
Wenn ihre Sehnsucht ihr Schmerz geschenkt
Weil sie nie vergessen, wen sie liebt, den
Einen
Hat sie ihre Schritte zum Friedhof gelenkt
Um in aller Stille, ungestört, nach ihm zu
weinen
Sie weinte über Jahre, nur um ihn. Ihr Herz
in Not
Daheim, am Tag und in der finsteren Nacht
Und in der Stille vor dem sinkenden Abendrot
Während er weit in der Welt, nie an sie
gedacht…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
12.05.2019
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