Foto:©Elisabeth Anton
Wenn der letzte Farbenzauber sich der Vergänglichkeit beugt
Das Leben, manchmal, welch erdrückend Sorgen
Der Regen seine Pfützen verteilt
Kühl und schweigsam der Morgen
Der Herbst sichtbar bei uns verweilt
Baumkronen im welkenden Blätterkleid
Oder sie sind schon kahl, alle Äste leer
Man merkt sie eindeutig, diese farbenfrohe Herbstzeit
Manchmal der Augenblick so großartig, die Seele so einsam, so leer
Blätter taumeln im leisen Wind
Sie welken schweigend, fallen wortlos zur Erde nieder
Ich erinnere mich, wo ich noch ein Kind
Herbstliches Blättersammeln welch Freude, in jedem Jahr wieder
Der Herbst, der letzte Schritt vor der Winterzeit
Alles blüht, welkt, reicht dem Tod seine Hand
Herbst, er nimmt alle Schönheit mit
Streut Welken über Meer, Berge, Wiesen, Feld und Land
Wenn der Herbst seine Macht zeigt
Eilen die Stunden, es kommt des Jahres Endzeit
Wenn der letzte Farbenzauber sich vor der Zeit verneigt
Weiß man, so sieht sie aus, die unaufhaltsame Vergänglichkeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
08.10.2026