Donnerstag, 30. April 2026

Jede Medaille hat zwei Seiten, auch Heimatmedaille

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Jede Medaille hat zwei Seiten, auch Heimatmedaille                    

  

Ich sitze am Fenster, schau über den Wald

Jahrzehnte meines Lebens, längst vorbei

Vergessen, Vergessen lindert manche Qual, bald

Der Mächtigen Geschichte, denen ist´s einerlei

 

Mit nur einem Koffer schickte man uns auf die Reise

Nachdem zwei Jahrzehnte gewartet, Richtung Freiheit zu fahren

Zollkontrolle auf unmenschlichste Art und Weise

Mein Koffer entleert, es blieben nur die Kleider am Körper, in die Freiheit zu fahren

 

Alles, alles wofür Generationen geschuftet, alles war verloren

Jeder mit nur einem Koffer, auf Listen, dessen Inhalt vorgeschrieben

Wofür, wozu wurde manch einer geboren

Wenn er sich der Diktatur gebeugt, fehlendes Menschsein beim Zoll betrieben

 

Wo immer man sich auch bewegt im Leben

Die Medaille hat immer zwei Seiten

Manchen Menschen mehr als zwei Gesichter gegeben

Sie wechselten, je nach Bedarf, immer die Seiten

 

Ich stand am Bahnhof, in der Freiheit

Soll ich jetzt alles abschalten, vergessen meine Vergangenheit

Das Leben in der Heimat, welch wertvolle Geborgenheit

Vergangenheit vergessen, sinnlos, weil auch „Vergangenheit“ Teil meiner Lebenszeit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 03.04.2026

 

 

Mittwoch, 29. April 2026

Wie kann man das erklären

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Wie kann man das erklären                                               

  

Heute, erfolgreich gestartet, Richtung Mond

Während auf der Erde Menschen hungern, es fehlen ihnen Wasser, Brot

Mein Herz fragt sich, wo „der Mensch“ wohnt

Wenn er den Mond erobern will und nicht sieht, wie viele Menschen in größter Not

 

Wie kann man sich das erklären

Dass die Menschheit ihr Gleichgewicht verloren

Wie kann man das alles erklären

Dass die Macht nicht weiß, warum wir geboren

 

Unsere Erde hat alles, was wir zum Leben brauchen

Sie schenkt uns all ihre Wunder, unsere reiche Natur

Es gab mal Zeiten, wo Schornsteine noch friedlich rauchen

Mensch, besinne dich, du hast sie nur einmal, deine einmalige Daseinsspur

 

Wie sadistisch kann man sein, wie herzlos, wie eiskalt

Wenn man, trotz großartigem Fortschritt im Weltraum

Hungernde Kinder, Menschen übersieht, die hungern, verzweifeln, frieren, denen kalt

Während auf den Seiten der Geschichte sich erfüllt, ein neuer Wahnsinnstraum

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  02.04.2026

 

Dienstag, 28. April 2026

Das Glück sucht sich immer seinen Ort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton 

 

 

Das Glück sucht sich immer seinen Ort                                    

  

Wenn keiner mehr sieht

Dass es dir schlecht geht

Sei nicht traurig, jeder Kummer mal entflieht

Alles, alles, irgendwann mal vergeht

 

Wenn keiner mehr da zum Reden

Sei nicht traurig, die Zeit rollt davon

Mal Finsternis, mal Garten Eden

Irgendwann bleibt vom Leben nicht mal mehr ein Ton

 

Das Glück macht manchmal eine Pause

Es taumelt von da nach dort

Manchmal Glückssträhne, manchmal davon eine Pause

Das Glück sucht sich immer seinen auserwählten Ort

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 08.04.2026

 

 

Jede Medaille hat zwei Seiten, auch Heimatmedaille

                  Foto:©Elisabeth Anton     Jede Medaille hat zwei Seiten, auch Heimatmedaille                         Ich sitze am Fens...