Montag, 18. Mai 2026

Das Leben, viel hat es mir abverlangt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Das Leben, viel hat es mir abverlangt

Für Dich, H.                               

  

Viel hat es mir abverlangt, das Leben

Viel, sehr viel

Viel hat es mir geschenkt, mein Leben

Viel, sehr viel

 

Viel hat es mir verboten, mein Leben

Viel, sehr viel

Viel hat es mir genommen, mein Leben

Viel, sehr viel

 

Seit dein Tod dich umarmt

Hat das Leben mir alles genommen

Keiner sich meinem Schmerz erbarmt

Seit DU mich nicht mehr in deine Arme genommen

 

Dennoch, ich bin für alles dankbar

Ich hätte kein anderes Leben gewollt

Es ist so kalt geworden, so traurig, seit vielen Jahr

Seit die Macht deines Todes über unser Glück gerollt

 

Viel bekommen, viel verboten, viel verloren

Bis irgendwann meine Wege ohne Ziel

Ohne dich, ohne dich habe ich alles verloren

Und erlebt, wie grausam des Lebens klares Spiel

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   25.04.2026

 

 

Die besondere Heimat, mein Hatzfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Die besondere Heimat, mein Hatzfeld    

  

Zuhause, daheim, dort ruht das Feld jetzt aus

Trägt in stiller Umarmung die Saat

Einsam und verwaist steht es da, mein Elternhaus

Manche Frage keine Antwort hat

 

In den Gassen sind Fremde und Leere zu sehen

Spürbar, dass Heimat, irgendwie dahin

Die Menschen mussten, leider, gehen

Weil Freiheit ihrer Wege Sinn

 

Die Häusergiebel, fast alle, ihr Gesicht verloren

Vieler Höfe, Gärten Farbenpracht, sie sind einfach verschwunden

Dort, dort, wo ich einst gelebt, geboren

Hat man noch Dank und Ehrfurcht mit Würde und Stolz verbunden

 

In nur wenigen Jahrzehnten hat man es geschafft

Ganze Generationen zu vertreiben

Leider, damals hat es keiner "gerafft"

Wie schwer die Entscheidung: Gehen oder Bleiben

 

Viele Hofbrunnen gibt es nicht mehr

Die artesischen Brunnen an jeder Ecke vernichtet

Heimatgassen, sie schweigen in ihrem Erinnerungsmeer

Was haben diese Menschen auf alles verzichtet

 

Für Freiheit musste man alles aufgeben

Die Privilegierten, sie hatten das Geld auch für Möbeltransport

Dieser Zoll, nicht jedem diese Chance gegeben

Ein Koffer mitgenommen, alles drin, was einst Heimatort

 

Und dieser Koffer, er steht noch immer hier im Haus

Seine Erinnerungen drängeln sich jeden Tag in meiner Gedankenwelt

Wie schön es mal war, damals, ob Nachbarn, Freunde, Elternhaus

Es war die besondere Heimat, mein Hatzfeld

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 09.11.2019

 

 

 

Sonntag, 17. Mai 2026

Manchmal ist es für alles zu spät

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton 

 

 

Manchmal ist es für alles zu spät        

  

Manchmal tun Rosen weh

Manchmal das Schweigen

 

Manchmal ist man ungerecht

Manchmal verzeiht man zu oft

 

Manchmal sieht man den Sinn nicht

Von Augenblick und Leben vor uns gestellt

 

Manchmal hört man die Stimme nicht

Die nur nach Umarmung bettelt

 

Manchmal interpretiert man falsch

Was „des Anderen“ Worte sagen wollten

 

Manchmal ignoriert man Menschen

Demütigt und verletzt sie

 

Manchmal sieht man nicht

Dass Rosen allein nicht Worte ersetzen

 

Worte, die der Schatten gerne hört, liest

Wenn sie von seinem Licht geschrieben

 

Manchmal kommt auch die Reue zu spät

Weil es manchmal, irgendwann, für alles zu spät

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 21.11.2019

 

 

 

Das Leben, viel hat es mir abverlangt

                  Foto:©Elisabeth Anton     Das Leben, viel hat es mir abverlangt Für Dich, H.                                     Viel ...