
Foto:©Elisabeth Anton
Frieden, Frieden überall auf dieser Welt, zu jeder Jahreszeit
Sie saß am Fenster, Sternenfunkeln am
Himmelszelt
Bunte Blätter berührten die Fensterscheiben
Der Wind hat sie hierhergebracht, ihnen, sein
Märchen erzählt
Farbenfrohe Herbstblätter zeigen uns, es gibt
kein Bleiben
Alles und alle sind wir Sklaven der
Vergänglichkeit
Was lebt wird blühen, reifen, welken. Am Ende,
am Ende sind wir alle tot
Jeder von uns hat seine eigene Zeit
Jeder lebt mal Licht, Glück, mal Leid und Not
Sie dachte nach, über Schicksal und Leben
Über die endlosen Kriege unserer Welt
Wie können Menschen Tod und Leiden eine Chance
geben
Mensch, eben geschieht auf dieser Erde, was
nichts Gutes erzählt
Die Natur schenkt uns ihre Farbenwelt
Schönheit uns geschenkt, zu jeder Jahreszeit
Plötzlich, als ob ein Stern vom Himmel fällt
Sie fängt ihn auf, wünscht für alle Welt „Friedenszeit!“
Sie träumt von einer friedlichen Welt, seit
sie ein Kind
Mitten in der Natur, umarmt von dieser Wohltat
Wenn Blüten farbenfroh, Blätter Opfer des
Welkens sind
Natur für sie, immer schon, die schönsten
Gaben hat
Beendet die Kriege der Welt
Hört mit Töten, Vernichten auf, stoppt all
dieses Leid
Früher, meine Großeltern mir aus der Welt der
Märchen erzählt
Und sie fragten, nachdenklich: „Warum, warum
gibt es nicht ewige Friedenszeit?“
Die Menschen wollen, können nicht sehen
Welch Gaben uns geschenkt, von Leben, Erde,
Himmel und Natur
Wie grausam, muss man vor all den
„Heldengräber“ stehen
Ohne zu erkennen, dass unsere Jahre nur eine
sehr dünne, kurze Seidenschnur
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
22.09.2026