Dienstag, 21. April 2026

Ich wünsche mir oft „meine Heimatzeit“ zurück

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Ich wünsche mir oft „meine Heimatzeit“ zurück                                   

  

Ich wünsche mir „meine Heimatzeit“ zurück

Unbeschwerte Jahre, eine so reiche Zeit

Wo ich erlebt, was Freude, Leid, Nachbarschaft, Freundschaft, Trauer, Glück

Worin der Wert liegt, von Zuhause und Geborgenheit

 

Jede Gasse, jeder Feldweg mir vertraut

Die Felder, die Wiesen, das Blumenparadies im Garten

Heute, kein Nachbar mehr da, um dich zu grüßen, am Fenster rausschaut

Vor der Haustür keine Großeltern mehr auf mich warten

 

Ob von Kindergarten oder Schule nach Hause gekommen

Wartete Großvater vor der Haustür, Großi mit gedecktem Tisch

Jeden Tag, sie mich in die Arme genommen

Ob beim Gehen oder Kommen. Manchmal gab es gegrillten Fisch

 

Keine Nachbarn mehr, die auf mich warten

Hier, eine so fremde, eiskalte Welt

Ich sehne mich nach den Blumendüften in unserem Garten

Wo Natur pur, ihre Wunder uns, kostenlos, bestellt

 

Die Weichselbäume, jetzt, bestimmt in ihrem weißen Blütenkleid

Die Abendglocken der Heimatkirche, weit hinaus zu hören

Ich sehne mich nach den Jahrzehnten „meiner Heimatzeit“

Wie konnte man diesen Reichtum „Heimat“ so schnell zerstören

 

Ich habe, mein Leben lang, Freiheit ersehnt

Ohne Stacheldrahtgrenzen zu leben, nicht mehr sie zu hören, die Schüsse am „Grenzzaun“

Mein Leben lang Freiheit der Landesgrenzen erwähnt

Freiheit möglich, damals, nur über „Aussiedlung“, alles andere blieb ein Traum

 

Keiner grüßt dich hier von der anderen Straßenseite

Kein Mohnblütenbeet im Garten verschönert mehr den Augenblick

Brauchst du Hilfe, meidet man oft den Weg an deiner Seite

Vermisse die Zeit in der Heimat, wünsche mir Jahre der „Heimatgeborgenheit“ zurück  

 

Heimweh und das Buch meiner Erinnerungen

Ist alles, was mir von „meiner Heimatzeit“ geblieben  

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 18.04.2026

Montag, 20. April 2026

Der See, mit seinem Schweigen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Der See, mit seinem Schweigen                                                

  

Der See, mit seinem Schweigen

Spricht er wortlos mit dem Wolkenmeer

Der Baumkronen leiser Reigen

Ein Bild wie im Märchen, Natur mehr und mehr

 

So wunderschön dieser Augenblick

Ich atme Natur, es grüßt das Sonnenlicht

Manchmal denke ich nicht zurück

Weil manche Erinnerung mich zerbricht

 

Die Ruhe, diese Stille, dieses hörbare Schweigen

Sie umarmen mich in vollkommener Glückseligkeit

Natur, deiner Wunder Edelreigen

Schenkt meiner Seele unverwechselbare, wohltuende Zufriedenheit

 

Der See, mit seinem Schweigen

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   27.11.2025

 

 

Sonntag, 19. April 2026

Dein Tod, er nahm alles mit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton 

 

 

Dein Tod, er nahm alles mit                                                        

Für Dich, H.

 

Eines Tages, zur herrlichen Herbstzeit

Musstest DU gehen

Himmel und Tod bestimmten deine Zeit

Schicksal kann man nicht immer verstehen

 

Dein Tod, er nahm alles mit

Unser Sein, unser Leben, alle Wärme, alles Licht

Mein Schmerz schreit laut, mit jedem Schritt

Wie viel Schmerz ich tragen muss, das siehst DU nicht

 

Alles, meine Welt blieb stehen

Das Leben erstickt, unser Glück dahin

Alles nahmst DU mit, ich konnte nicht mehr weitergehen

Alles uns gestohlen, mein Dasein ohne Sinn

 

Dein Tod, der tiefste Stillstand in meinem Leben

Nichts, gar nichts ist mir geblieben

Ohne dich, hat es für mich nichts mehr gegeben

Dein Tod hat alles mitgenommen, unser Leben, unser Glück, nur Tränen geblieben

 

Ohne dich, alles nur noch Finsternis und Hoffnung ohne Licht

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                    08.04.2026

 

Ich wünsche mir oft „meine Heimatzeit“ zurück

                  Foto:©Elisabeth Anton     Ich wünsche mir oft „meine Heimatzeit“ zurück                                       Ich wüns...