Donnerstag, 1. August 2024

Alzheimer, der Weg des sterbenden Lebens oder gelebtes Sterben

 



Foto:©Elisabeth Anton


Alzheimer, der Weg des sterbenden Lebens oder gelebtes Sterben     

Wenn Alzheimer dein Schicksal

 

Es tut so bitter weh, dieser Erkrankung Ziel

Es nimmt mir den Atem, erstickt mich im Schmerz

Was ist das Leben manchmal ein schweres Spiel

Mal lacht der Verstand, mal weint das Herz

 

Wenn die Gedanken gehen, Erinnerungen gestorben

Wenn alles, was bisher Glück, nur noch ein Scherbenhaufen

Dann bist du machtlos. Beim Schicksal, noch keiner sich beworben

Es bestimmt allein, wann es dich hält, wann lässt es dich laufen

 

Im Schmerz dieser tragischen Wirklichkeit

Lebe ich den Tod und das Leben, Seite an Seite

Ich spüre den Schmerz dieser unbarmherzigen Krankheit

Sie ist unheilbar, keiner schiebt sie zur Seite

 

Dieses „teuflische Vergessen“, es stellt alles auf den Kopf, zerbricht Leben

Diese Alzheimer ist so grausam, kennt weder Erbarmen, macht vor nichts Halt

Vom Glück vergessen, wenn sie dir gegeben

Alzheimer, dieses teuflische Vergessen, besitzt unvorstellbare Gewalt

 

Alles, Gedanken und Erinnerungen werden zerstört

Aus dem blühenden Leben wird selbst der Tod zum Bleichgesicht

Du kannst bitten, beten, flehen. Alzheimer keinen und nichts erhört

Ihr Weg ist sterbendes Leben oder gelebtes Sterben, Leben kennt sie nicht

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  15.07.2009

 

Es gibt keine schlechten Gedichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Es gibt keine schlechten Gedichte                                                          

Wahrheit oder Ironie des Anspruchs

 

Es gibt keine schlechten Gedichte

Es gibt nur ungeduldige Leser

 

Wenn sie nicht gleich finden können

Was sie zu lesen bevorzugen

 

Wenn sie nicht lesen wollen

Was das Gedicht sagen will

 

Jedes Gedicht trägt seine Botschaft

Jede Idee, mit eigenen Worten beschrieben

 

Es gibt keine schlechten Gedichte

Es gibt aber die ganz besonderen

 

Deren Worte wie Mond unter den Sternen

Gerne gelesen, wohlwollend verstanden

 

Dennoch, es gibt keine schlechten Gedichte

Nur weil die Intelligenz des Lesers den eigenen Geschmack bevorzugt

 

Wenn nur Genies Gedichte schreiben können

Wer sollte diese lesen

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   04.12.2015

 

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