Donnerstag, 5. Juli 2018
Ehrfurcht vor Leben und Tod...
Ehrfurcht vor Leben und Tod…
Meinem Mann gewidmet
Der Tod so nah, so oft war er schon hier
Großeltern, Vater, meine große Liebe mir genommen
Doch unser Dasein, es bleibt diese reiche Seelenzier
Hat man Ehrfurcht vor Leben und Tod mit in die Wiege bekommen
Ob Schicksalswege, ob Krankheit, ob mit, ob ohne Glück
Ich nahm sie, alle, in meine wärmende Umarmung
Weil ich weiß, dass es nur ein Vorwärts, nie ein Zurück
Das Leben nur lebenswert, liebt man seine Zeit, Augenblick, Hoffnung
Ich haderte nie mit dem Schicksal, noch mit fehlendem Glück
Ich habe nie Zorn, nie Wut gelebt noch empfunden
Die Kraft, alles allein zu tragen, das war, das ist Glück
Für Menschen, die mich gebraucht, mit mir zutiefst verbunden
Wie die Sonne dem Tag ihre Strahlen schenkt
Und der Mond sein Licht, der geheimnisvollen Nacht
So, irgendwer, auch unsere Wege, unsere Ziele lenkt
Selbst im tiefsten Leid hat mein Herrgott an mich gedacht
Der Tod, er hat sie mir genommen, die große Liebe meines Lebens
Er nahm alles Leben mit, was einst vom Glück beseelt
Er gab mir die Kraft zu sehen, dass im Leben nichts vergebens
Auch wenn er so schnell entschieden, zu wenige Jahre gezählt
Im Strom der Stunden, im Laufe der Jahreszeiten
Musste ich bitterstes Leid und tiefsten Schmerz umarmen
Mal streichelte ich meine Tränen, mal geschickt zu den Himmelsweiten
Ich wollte, musste stark sein. Kein Mitleid, kein Erbarmen
Im Angesicht des Todes bleibe ich dankbar, aufrecht stehen
Weil ich weiß, irgendwann gibt es ein Wiedersehen
Darfst DU abends vor dem Altar „Sternenmeer“ stehen
Danke ich, dass Gedanken, mein Leben, im Einklang mit der Vergänglichkeit stehen…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
27.01.2018
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Foto:©Elisabeth Anton Wenn der Tag seiner Stunden Tore öffnet W...
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