Du musst auch mal
bei deiner Zeit verweilen
Wenn des Lebens Uhr sich schweigend dreht
Und du schaust nie auf des Zeigers Stand
Irgendwann, nur noch Staunen vor dir steht
Dass deine Zeit entronnen, wie Sand
Lebe bewusst, zu mancher Stunde
Schau auch mal hin, wie schön der Augenblick
Ob Fröhlichkeit, Glück, Schmerz oder tiefste Wunde
Bedenke: Er kommt nie mehr zurück
Einmal gelebt, für immer dahin
Einmal vergeudet, nie mehr zu genießen
Gönne dir auch mal Besinnen, zu sehen Weg, Ziel, Sinn
Schau zu den Blumen, wie majestätisch sie sprießen
Nur einmal Frühling in jedem Jahr
Nur einmal leuchtende Sommerzeit
Wenn der Herbstwind über dem Stoppelfeld war
Steht sie schon vor dir, die Winterzeit
Ob Natur, Weltgeschehen, dein Leben
Die Zeit macht vor nichts Halt
Lebe Stunden, wie sie dir gegeben
Damit er noch sichtbar, deiner Jahre Zeitenspalt
Wie Jahreszeiten sich beeilen
Um uns ihre Schönheiten zu zeigen
So musst auch du bei deiner Zeit verweilen
Bevor sich deine Jahrzehnte vor dem Großen Amen verneigen…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
14.01.2019
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen