Heimat, einfach ausgelöscht…
Nach ihrer mühseligen Reise
Über Land und Wasser, durch die Zeit
Siedelten sie einst, treu und weise
Um Heimat zu erbauen, im Strom der
Vergänglichkeit
Aus einem weiten Sumpfland
Haben sie Heimat, Dörfer, Städte erbaut
Reichten sich im Glück und in der Not die Hand
Heute, ihre Dörfer ausgelöscht – so weit das
Auge schaut
Alles, als ob im Wahn einer
Rücksichtslosigkeit
Von den Mächtigen dieser Welt mal wieder
zerstört
Als ob nie da gewesen, unserer Heimat
Geborgenheit
Ausgelöscht dies Kapitel der Geschichte.
Unerhört
Dahin, die einst blühende Landschaft
Wo Sonnenblumenfeld der Sommerteppich
Wo Brauchtum man gelebt, Muttersprache,
Freundschaft
Wo einst Heimat für alle, unvergesslich
Heute stehe ich vor diesem Kapitel der
Menschheit
Als ob es sie nie gegeben, die Siedler im
Banat
Wie grausam die Menschen, grausam die Zeit
Ausgelöscht, was einst durch Aufopferung
erbaut, die Heimat
Vergangen, vergessen, vorbei, verloren
Alles, wo einst goldene Blütezeit
Heimat, dort, dort wo ich einst geboren
Steht die Kirche noch… und die Zeit…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
09.01.2019

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