Mittwoch, 16. Januar 2019

Heimat, einfach ausgelöscht...


















Heimat, einfach ausgelöscht…                        





Nach ihrer mühseligen Reise

Über Land und Wasser, durch die Zeit

Siedelten sie einst, treu und weise

Um Heimat zu erbauen, im Strom der Vergänglichkeit



Aus einem weiten Sumpfland

Haben sie Heimat, Dörfer, Städte erbaut

Reichten sich im Glück und in der Not die Hand

Heute, ihre Dörfer ausgelöscht – so weit das Auge schaut



Alles, als ob im Wahn einer Rücksichtslosigkeit

Von den Mächtigen dieser Welt mal wieder zerstört

Als ob nie da gewesen, unserer Heimat Geborgenheit

Ausgelöscht dies Kapitel der Geschichte. Unerhört



Dahin, die einst blühende Landschaft

Wo Sonnenblumenfeld der Sommerteppich

Wo Brauchtum man gelebt, Muttersprache, Freundschaft

Wo einst Heimat für alle, unvergesslich



Heute stehe ich vor diesem Kapitel der Menschheit

Als ob es sie nie gegeben, die Siedler im Banat

Wie grausam die Menschen, grausam die Zeit

Ausgelöscht, was einst durch Aufopferung erbaut, die Heimat



Vergangen, vergessen, vorbei, verloren

Alles, wo einst goldene Blütezeit

Heimat, dort, dort wo ich einst geboren

Steht die Kirche noch… und die Zeit…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

        09.01.2019










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