Montag, 21. Januar 2019

Im Leben thront der Augenblick























Im Leben thront der Augenblick 




Still ist der Tag, der Augenblick schweigt

Der Winter hüllt die Welt noch in Zauber ein

Bald sich der Frühling verneigt

Alles wird voller Blütenpracht, Duftschleier sein



Ich sitze am Fenster, spüre die Scheiben

Sie sind kalt an meinem warmen Gesicht

So oft stellte ich mir die Frage: „Gehen oder bleiben?“

Und vertraute immer auf des Himmels Gericht



Irgendwie, es musste weitergehen

Auch im tiefsten Leid, als ich mutterseelenallein

Musste ich, mitten im Sturm, felsenfest dastehen

Wer will schon der Finsternis Gast sein



Und so ist´s bis heute geblieben

Ich schau nach vorn und zurück

So viele Erinnerungen mir geblieben

Die einst meiner Tage Licht, Wärme, Halt und Glück



Im Strom der Zeit gleiten wir mit

Unaufhaltsam - so still, so leise

Wie schwer auch manchmal mancher Schritt

Es gibt immer eine Lösung - ob schwer, leicht, lang oder kurz die Reise



Im Leben thront der Augenblick

Damit wir ihn sehen, leben, berühren

Damit wir daran denken, dass es kein Zurück

Was immer wir auch tun - ob denken, wünschen, leben, glauben, spüren



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

          24.02.2017








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