„Ich habe nichts mehr zu verlieren…“
„Ich, ich habe nichts mehr zu verlieren…“
Flüsterte sie leise, lehnend am alten Baum
Blühende Kirschbaumkronen den Garten zieren
„Hörst du, er ist vorbei, für immer, mein
Traum.“
Sie steht, seit vielen Stunden
Gedankenverloren bei ihrem Baum
Oft tröstete er sie, ihre Wunden
Ließ ihren Träumen den weitesten Raum
Der Baum, wie immer, so stumm steht er da
Als würde er ihr wieder zuhören
Sie ist, als ob mit ihm verbunden, ihm so nah
Niemand konnte diese Freundschaft je zerstören
Sie weiß, sie kam heute zum letzten Mal
Blüten von Akazien duften, die Lüfte zieren
„Mein Baum, mal gibt es Kopf, mal Zahl
Wisse: Ich, ich habe nichts mehr zu verlieren...“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
06.04.2019
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