Dienstag, 16. April 2019

Wenn nur noch Erinnerung bleibt


















Wenn nur noch die Erinnerung bleibt                                   

        Für Helmuth





Sie steht am Fenster, ihre Augen voller Tränen

Sie berührt, wortlos, die Fensterscheiben

Sie weiß, es ist sinnlos, seinen Namen zu erwähnen

Er wird nie mehr kommen, wird bei seinen Sternen bleiben



Seit er dort oben, im Sternengarten wohnt

Teilen sie nur noch Erinnerung gelebter Zeit

Das Leben hat sie, irgendwann, reich belohnt

Ob mit Liebe, Glück, Freud, Sorgen und Leid



Lange steht sie am Fenster. Kalt, diese Nacht

Flüstert seinen Namen vor sich hin, über Stunden

Sie weiß, dass alles dahin, spricht der Tod seine Macht

Vom Glück des Lebens, nur noch schmerzhafte Wunden



Ihre Tränen spiegeln der Straßenlaterne Licht

Tief in der Seele weint sie um sein Leben

Sie weiß, er verlässt es nie mehr, seiner Sterne Licht

Er ruht aus, seit der Tod ihm den Taktstock „Ewigkeit“ gegeben



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

        13.04.2019




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