Wenn nur noch die Erinnerung bleibt
Für
Helmuth
Sie steht am Fenster, ihre Augen voller
Tränen
Sie berührt, wortlos, die Fensterscheiben
Sie weiß, es ist sinnlos, seinen Namen zu
erwähnen
Er wird nie mehr kommen, wird bei seinen
Sternen bleiben
Seit er dort oben, im Sternengarten wohnt
Teilen sie nur noch Erinnerung gelebter Zeit
Das Leben hat sie, irgendwann, reich belohnt
Ob mit Liebe, Glück, Freud, Sorgen und Leid
Lange steht sie am Fenster. Kalt, diese Nacht
Flüstert seinen Namen vor sich hin, über
Stunden
Sie weiß, dass alles dahin, spricht der Tod
seine Macht
Vom Glück des Lebens, nur noch schmerzhafte
Wunden
Ihre Tränen spiegeln der Straßenlaterne Licht
Tief in der Seele weint sie um sein Leben
Sie weiß, er verlässt es nie mehr, seiner Sterne
Licht
Er ruht aus, seit der Tod ihm den Taktstock „Ewigkeit“
gegeben
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
13.04.2019
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