Dienstag, 25. Juni 2019

Freiheit ist ein Zustand, niemals Heimatglück



















Freiheit ist ein Zustand, niemals Heimatglück       





Mein Heimweh führt mich immer wieder zurück

Nachhause, dahin, wo ich einst geboren

Heimat, du bist ein so eigenartiges Glück

Auf der Reise Richtung Freiheit, Wichtiges verloren



Ich bin ein Baum ohne Krone geblieben

Dessen Wurzeln tief verankert daheim

Die Knospen nicht mehr ausgetrieben

Egal wie stark auch eine Wurzel kann sein



Ohne dich, Heimat, bin ich wie ohne Baumkrone

Bei dir verankert für immer, jetzt fehlt Blütenschönheit

Welch Tragödie, seit ich in der Ferne wohne

Irgendwann gedacht, das Wichtigste im Leben ist Freiheit



Bitter, sehr bitter dieser Weg, die erlebte Erfahrung

Ich musste erleben, dass nur Heimat wirklich zählt

Heimat der Wiege und des Herzens – welch Lebenshoffnung

Nicht Freiheit prioritär, nicht eines Landes Grenzenlosigkeit zählt



Im wahren Leben zählt nur der Heimat Haus und Glück

Wenn du in deinem Herzen, deinen Gedanken zufrieden

Leise spule ich den Faden meiner Erinnerung zurück

Gestehe: Irgendwann Freiheit, völlig falschen Seelenfrieden



Heute noch quälen mich dieser Weg, diese falsche Entscheidung

Mein Heimweh beschreibt mir den Reichtum von Heimat und Zuhaus´

Manchmal muss man ihn gehen, den Weg der Erfahrung

Sieht erst spät, wie unersetzbar Heimat und Elternhaus



Ich habe Heimweh nach meiner Heimat, nach meinem Hatzfeld

Sehne mich in diese Welt von Menschsein, Heimatgeborgenheit zurück

Ich schäme mich nicht, weil mein Heimweh meines Herzens Alltagswelt

Es trägt mich nach Hause. Freiheit ist ein Zustand, niemals Heimatglück



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

      06.03.2009



Heute, Juni 2019, fast vierzig Jahre fern meiner Heimat, muss ich eingestehen, dass sie ausgelöscht, durch die Macht der Mächtigen, die nur an Wirtschaftsgewinn interessiert, ohne auch nur einen Gedanken an Heimatverlust dieser Menschen zu denken. Die Menschheit hat den Sinn für das Edle schon lange verloren, sieht nicht mal, dass sie im Wahn von Macht und Fortschritt sich das eigene Grab gräbt – langsam, aber sicher…






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