Freiheit ist ein Zustand,
niemals Heimatglück
Mein Heimweh führt mich immer wieder zurück
Nachhause, dahin, wo ich einst geboren
Heimat, du bist ein so eigenartiges Glück
Auf der Reise Richtung Freiheit, Wichtiges verloren
Ich bin ein Baum ohne Krone geblieben
Dessen Wurzeln tief verankert daheim
Die Knospen nicht mehr ausgetrieben
Egal wie stark auch eine Wurzel kann sein
Ohne dich, Heimat, bin ich wie ohne Baumkrone
Bei dir verankert für immer, jetzt fehlt Blütenschönheit
Welch Tragödie, seit ich in der Ferne wohne
Irgendwann gedacht, das Wichtigste im Leben ist Freiheit
Bitter, sehr bitter dieser Weg, die erlebte Erfahrung
Ich musste erleben, dass nur Heimat wirklich zählt
Heimat der Wiege und des Herzens – welch Lebenshoffnung
Nicht Freiheit prioritär, nicht eines Landes Grenzenlosigkeit
zählt
Im wahren Leben zählt nur der Heimat Haus und Glück
Wenn du in deinem Herzen, deinen Gedanken zufrieden
Leise spule ich den Faden meiner Erinnerung zurück
Gestehe: Irgendwann Freiheit, völlig falschen Seelenfrieden
Heute noch quälen mich dieser Weg, diese falsche
Entscheidung
Mein Heimweh beschreibt mir den Reichtum von Heimat und Zuhaus´
Manchmal muss man ihn gehen, den Weg der Erfahrung
Sieht erst spät, wie unersetzbar Heimat und Elternhaus
Ich habe Heimweh nach meiner Heimat, nach meinem Hatzfeld
Sehne mich in diese Welt von Menschsein, Heimatgeborgenheit
zurück
Ich schäme mich nicht, weil mein Heimweh meines Herzens
Alltagswelt
Es trägt mich nach Hause. Freiheit ist ein Zustand, niemals
Heimatglück
©Elisabeth Anton, Speyer
/ Hatzfeld
06.03.2009
Heute, Juni 2019, fast vierzig Jahre fern
meiner Heimat, muss ich eingestehen, dass sie ausgelöscht, durch die Macht der Mächtigen,
die nur an Wirtschaftsgewinn interessiert, ohne auch nur einen Gedanken an
Heimatverlust dieser Menschen zu denken. Die Menschheit hat den Sinn für das
Edle schon lange verloren, sieht nicht mal, dass sie im Wahn von Macht und
Fortschritt sich das eigene Grab gräbt – langsam, aber sicher…

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