Dienstag, 17. Dezember 2019

Heimat, als ob vom Erdboden ausradiert


















 Foto:©Elisabeth Anton



Heimat, als ob vom Erdboden ausradiert                 





In jedem Zimmer hängt eine Erinnerung

An jeder Wand sprechen Bilder aus alten Zeiten

Irgendwann verschwand sie, die heimatliche Umarmung

Weil Heimat ausradiert, nach allen Seiten



Wohin du schaust, erstickt gähnende Leere den Augenblick

Elternhaus, Hof und Garten, es gibt sie nicht mehr

Für gelebte Jahrzehnte gibt es kein Zurück

Heimatgassen, Häuserreihen so stumm, kein Zuhause mehr



Auf der Hutwett umarmt der Wind die Herbstblätterpracht

Die er hierher gefegt, im Laufe der Tageszeit

Am Feldrand, kein Soldat mit aufgepflanztem Gewehr mehr wacht

Sie kommt nie wieder, unserer Heimatjahre edle Zeit



Auf den Feldern werden keine Hanfgarben mehr gebunden

Die Ziegel- und Hanffabrik, als ob vom Erdboden ausradiert

Auch von all den anderen Fabriken, kaum noch ein Rest gefunden

Im Zentrum noch der Hl. Florian die Kreuzung am Kirchenvorplatz ziert



Die Gärten haben ihre Schönheit verloren

Die Häuserfassaden, als ob nur ein trauriges Gesicht

Dort, wo einst die Hatzfelder geboren

Blühende Stadt geschaffen, brennt es heute nicht mehr, das Heimatlicht



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  21.09.2019




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