Foto:©Elisabeth
Anton
Als ob eine
Feuerwalze über Hatzfelds Deutschtum
Heimat, so wortlos erloschen dein Gesicht
Aus deinen Baumkronen quillen Tränen
Deine Häuser suchen nach ihren Seelen, Wärme, Licht
Wenn sie, in aller Stille, gelebte Stunden erwähnen
Heimat, ausgelöscht deiner Ahnen Fleiß, ihre Opfergaben
Ausgelöscht die deutsche Sprache, das Deutschtum, in nur drei Jahrzehnt´
Fremde Menschen, fremde Stimmen, fremde Sprachen dich im Griff haben
Als ob ich gestern erst, meinen Wunsch nach Freiheit erwähnt
Heimat, ausgelöscht deiner reichen Sitten gern gelebte Zeit
Nirgendwo mehr des Nachbarn Bank vor dem Haus
Nie mehr Kirchweihfest, nie mehr „unsere Weihnachtszeit“
Heimat, mein Hatzfeld, dein letztes Kapitel gähnt vor jämmerlichem „Aus“
Unvorstellbar, der skrupellosen Wirtschaftsmächtigen Zukunftsziel
Wie eine Feuerwalze, so erstickten sie das Deutschtum von Hatzfeld
Voller Traurigkeit erlebt, dass mal Verlierer, mal Joker, wie in jedem
Spiel
Nur, durch Aussiedlung, das grausamste Urteil über Hatzfelds Geschichte
gefällt
Statt dafür zu sorgen, dass diese verdammte Stacheldrahtgrenze verschwindet...
©Elisabeth
Anton, Speyer / Hatzfeld
19.01.2014

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