Auf meinem
Wanderstab geschrieben: „Ich muss…“
Weitergehen,
voller Liebe, auch wenn Schicksal schmerzt
Erdrückende Stille atmet,
Sonne strahlt schweigend am Horizont
Schneekristalle
funkeln im edelsten Morgenlicht
Hoffnung, warum sie
wohl bei den Sternen wohnt
Und dennoch tief im
Herzen, damit es nicht zerbricht
So viel Stille, so viel
stumme Ruhe, man muss sie ertragen
Herz verstehen, Gedanken
sortieren, mit ihnen auf die Reise gehen
Ich versuche sie zu
ignorieren, diese antwortlosen Fragen
Versuche, auch im
Leid, im Schmerz, hoffnungsvoll dazustehen
Nicht die Arbeit
macht mich müde, meine Schicksale lähmen mich
Ich bin oft einsam,
wie verloren, nie verzweifelt, nur mutterseelenallein
Manchmal ist dieser
Schmerz so spürbar erstickend, kaum erträglich
Dennoch muss ich
stark und aufrecht bleiben, stets immer Ich sein
Ich muss sie
tragen, diese tonnenschweren Seelenlasten
Muss standhaft
bleiben, aufrecht durch Tag, Nacht, Licht und Dunkelheit
Meine Liebe, Seele,
meine Kraft, sie dürfen weder ruhen noch fasten
Ich muss sie leben –
prägend, voller Glück sie gestalten - für „BEIDE“, die Zeit
Ich muss Fröhlichkeit
schenken, auch wenn meine Tränen schon erfroren
Freude schenken, Geborgensein,
auch wenn mein Herz versunken in Traurigkeit
Ich will, BEIDEN, all meine Liebe geben. „Ich muss…“, so ist
das, seit ich geboren
Auf meinem Wanderstab auch geschrieben: „Lebe sie, das ist eure,
deine Zeit.“
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
07.01.2009
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