Freitag, 17. April 2020

Auf meinem Wanderstab geschrieben: „Ich muss…“


















Foto:©Elisabeth Anton


Auf meinem Wanderstab geschrieben: „Ich muss…“    

   Weitergehen, voller Liebe, auch wenn Schicksal schmerzt 




Erdrückende Stille atmet, Sonne strahlt schweigend am Horizont

Schneekristalle funkeln im edelsten Morgenlicht

Hoffnung, warum sie wohl bei den Sternen wohnt

Und dennoch tief im Herzen, damit es nicht zerbricht



So viel Stille, so viel stumme Ruhe, man muss sie ertragen

Herz verstehen, Gedanken sortieren, mit ihnen auf die Reise gehen

Ich versuche sie zu ignorieren, diese antwortlosen Fragen

Versuche, auch im Leid, im Schmerz, hoffnungsvoll dazustehen



Nicht die Arbeit macht mich müde, meine Schicksale lähmen mich

Ich bin oft einsam, wie verloren, nie verzweifelt, nur mutterseelenallein

Manchmal ist dieser Schmerz so spürbar erstickend, kaum erträglich

Dennoch muss ich stark und aufrecht bleiben, stets immer Ich sein



Ich muss sie tragen, diese tonnenschweren Seelenlasten

Muss standhaft bleiben, aufrecht durch Tag, Nacht, Licht und Dunkelheit

Meine Liebe, Seele, meine Kraft, sie dürfen weder ruhen noch fasten

Ich muss sie leben – prägend, voller Glück sie gestalten - für „BEIDE“, die Zeit



Ich muss Fröhlichkeit schenken, auch wenn meine Tränen schon erfroren

Freude schenken, Geborgensein, auch wenn mein Herz versunken in Traurigkeit

Ich will, BEIDEN, all meine Liebe geben. „Ich muss…“, so ist das, seit ich geboren

Auf meinem Wanderstab auch geschrieben: „Lebe sie, das ist eure, deine Zeit.“



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 07.01.2009                   

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