Montag, 13. April 2020

Ein Heiligtum, meine Heimat, so einzigartig auf dieser Welt


















Foto:©Elisabeth Anton


Ein Heiligtum, meine Heimat, so einzigartig auf dieser Welt                                         





Hatzfeld, in Gedanken schaue ich zu dir, nach Haus

Über deinen Dächern sehe ich zauberhafte Wolkenschleier

Schweigend gehe ich in den Garten, durchs Haus

Erinnerungen leben. Im Gras liegen sie, die bunten Ostereier



Die alten Halbschuhe vom letzten Jahr

Etwas zu kurz. Daher, an Ferse und Zehen „ausgeschnitten“

Zu Sandalen „umgeformt“. Orange ihre Farbe war

Der Schafshirt, eben auf seinem Esel vorbeigeritten



Die Tauben flattern vor sich hin, gurren fröhlich um die Wette

Die Sonne hüllt dich in ihren Zauber ein

Mit einem alten Taschentuch poliere ich meine Holzperlenkette

Etwas verblasst. Erinnerungen lassen mich froh und traurig sein



Im Garten, längst ein Frühlingsbild von Wachsen und Gedeihen

Die kleinen Schweine tummeln sich am Futtertrog

Ich bin so dankbar, dass meine Erinnerungen mir diese Bilder leihen

Alles wie eine Zauberwelt, für meine Seele wie ein Heimwehsog



So weit, weit da draußen bin ich, irgendwo in der Welt

Und doch bin ich dir nah, stehe vor meinem Elternhaus

Leider durfte ich dich jetzt nicht sehen, du mein Hatzfeld

Mein Weg führte mich diese Ostern nicht nach Haus



Tränen streicheln sanft, schweigend mein Gesicht

Mein Blick getrübt, doch ich schaue Richtung Hatzfeld

Heimat, ich bin in Gedanken daheim. Dich vergesse ich nicht

Für mich bist du ein Heiligtum, das es nur einmal gibt auf dieser Welt



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                09.04.2007





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