Foto:©Elisabeth Anton
Ein Heiligtum, meine Heimat, so
einzigartig auf dieser Welt
Hatzfeld, in Gedanken schaue ich zu dir, nach Haus
Über deinen Dächern sehe ich zauberhafte Wolkenschleier
Schweigend gehe ich in den Garten, durchs Haus
Erinnerungen leben. Im Gras liegen sie, die bunten Ostereier
Die alten Halbschuhe vom letzten Jahr
Etwas zu kurz. Daher, an Ferse und Zehen „ausgeschnitten“
Zu Sandalen „umgeformt“. Orange ihre Farbe war
Der Schafshirt, eben auf seinem Esel
vorbeigeritten
Die Tauben flattern vor sich hin, gurren fröhlich um die Wette
Die Sonne hüllt dich in ihren Zauber ein
Mit einem alten Taschentuch poliere ich meine Holzperlenkette
Etwas verblasst. Erinnerungen lassen mich froh und traurig sein
Im Garten, längst ein Frühlingsbild von Wachsen und Gedeihen
Die kleinen Schweine tummeln sich am Futtertrog
Ich bin so dankbar, dass meine Erinnerungen mir diese Bilder leihen
Alles wie eine Zauberwelt, für meine Seele wie ein Heimwehsog
So weit, weit da draußen bin ich, irgendwo in der Welt
Und doch bin ich dir nah, stehe vor meinem Elternhaus
Leider durfte ich dich jetzt nicht sehen, du mein Hatzfeld
Mein Weg führte mich diese Ostern nicht nach Haus
Tränen streicheln sanft, schweigend mein Gesicht
Mein Blick getrübt, doch ich schaue Richtung Hatzfeld
Heimat, ich bin in Gedanken daheim. Dich vergesse ich nicht
Für mich bist du ein Heiligtum, das es nur einmal gibt auf dieser Welt
©Elisabeth Anton, Speyer /
Hatzfeld
09.04.2007

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