Mittwoch, 6. Mai 2020

Wohltuend die Freiheit, schmerzvoll die Heimatlosigkeit


















Foto:©Elisabeth Anton


Wohltuend die Freiheit, schmerzvoll die Heimatlosigkeit    





Ein kleiner Maulwurfshügel

Ruht schweigend im Mondschein



Der Klee längst verwelkt

Dort, zwischen Schweinestall und Kirschbaumreihen



Die Libellen kreisen suchend

Nach den alljährlichen Mohnblüten



Die es nie mehr gegeben

Seit alle ausgesiedelt



Die Hundehütte verbirgt ihre Tränen

Im Schweigen ihrer Einsamkeit



Das Blumenmeer, die Obstbäume verschwunden

Seit die Aussiedlung mit falschem Besen gekehrt



Seit die Menschen ihre Heimat opfern mussten

Opfern, um in Freiheit zu leben



Freiheit, die klar bewiesen

Dass frei sein schön, wohltuend ist



Nur Heimatlosigkeit, sie bleibt schmerzvoll, ein Leben lang…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                18.04.2020




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