Samstag, 19. Juni 2021

Spinnennetz am Schuppenbalken, welch Wunder der Natur


 

 

 

 

 

 

 

 

 
Foto:©Elisabeth Anton

 

Spinnennetz am Schuppenbalken, welch Wunder der Natur    

 

Hoffnungsvolle Sonnenstrahlen am Horizont

Sie steigen empor, hinter „Rapova“ dort

Am Schuppendachbalken, die kleine Spinne wohnt

Viele Augenblicke erfreuten mich, an diesem Ort

 

Lange und oft schaute ich meiner Spinne zu

Welch unvorstellbares Netz sie gesponnen

Diese kristallinen Tautropfen, diese Morgenruh´

Welch stille Freude mein Herz gewonnen

 

Da stand ich nun, lange und voller Achtung

Zu bewundern, wozu meine kleine Spinne fähig

Sie war so fleißig, so voller Hoffnung

Was war ich, jedes Mal, so neugierig

 

Neugierig, ob sich eine Fliege verfangen

Im Kunstwerk meiner kleinen Spinne

Sie zappelte noch einige Male. Welch Verlangen

Nach Freiheit. Doch der Sieg gehörte der Spinne

 

So lebte meine Spinne, dort unter dem Schuppendach

Jeden Morgen, zu jeder Jahreszeit

Ging ich zu ihr, ohne Aufregen, ohne Krach

Um sie nicht zu wecken, zur frühen Morgenzeit

 

Manchmal schien es, sie will noch träumen

Ich bewunderte ihr Netz mit all seiner Pracht

Keinen Sonnenaufgang wollte ich versäumen

Und nicht den Mondschein, wenn still die Nacht

 

Diese Bilder, jeden Morgen meine Farbenpracht

Tautropfen fingen die Sonnenstrahlen ein

Die Natur, was hat sie uns mit Wunder bedacht

Klar zu erkennen: „Der Mensch, was ist er so klein.“

 

Eines Abends, ich sah den Mond am Himmel stehen

Ging wieder zu meiner Spinne, dieser Wunderwerkwelt

Voller Traurigkeit musste ich wieder gehen

Nichts mehr da vom Spinnennetz, seinem Regenbogenfarbenzelt

 

Das Schuppendach, es ward neu eingedeckt

Weil es reingeregnet. Es musste geschützt werden, das Winterholz

Welch Wohltat, wenn Hahnenkrähen mich morgens geweckt

Heimat, unsere Stunden, welch Reichtümer aus Dankbarkeit und Stolz

 

Dankbar, für Heimat und Glücksstunden

Stolz, weil man Natur umarmt, die Heimat für Herz und Seele

Heimweh, ich weiß, sie werden immer bluten, diese Wunden

Daher, oft, den Weg unserer Erinnerungen ich wähle…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   15.12.2013

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mein Herrgott

                  Foto:©Elisabeth Anton     Mein Herrgott                                                                        Mein He...