Foto:©Elisabeth Anton
Spinnennetz am Schuppenbalken, welch Wunder der Natur
Hoffnungsvolle Sonnenstrahlen am Horizont
Sie steigen empor, hinter „Rapova“ dort
Am Schuppendachbalken, die kleine Spinne wohnt
Viele Augenblicke erfreuten mich, an diesem Ort
Lange und oft schaute ich meiner Spinne zu
Welch unvorstellbares Netz sie gesponnen
Diese kristallinen Tautropfen, diese Morgenruh´
Welch stille Freude mein Herz gewonnen
Da stand ich nun, lange und voller Achtung
Zu bewundern, wozu meine kleine Spinne fähig
Sie war so fleißig, so voller Hoffnung
Was war ich, jedes Mal, so neugierig
Neugierig, ob sich eine Fliege verfangen
Im Kunstwerk meiner kleinen Spinne
Sie zappelte noch einige Male. Welch Verlangen
Nach Freiheit. Doch der Sieg gehörte der Spinne
So lebte meine Spinne, dort unter dem Schuppendach
Jeden Morgen, zu jeder Jahreszeit
Ging ich zu ihr, ohne Aufregen, ohne Krach
Um sie nicht zu wecken, zur frühen Morgenzeit
Manchmal schien es, sie will noch träumen
Ich bewunderte ihr Netz mit all seiner Pracht
Keinen Sonnenaufgang wollte ich versäumen
Und nicht den Mondschein, wenn still die Nacht
Diese Bilder, jeden Morgen meine Farbenpracht
Tautropfen fingen die Sonnenstrahlen ein
Die Natur, was hat sie uns mit Wunder bedacht
Klar zu erkennen: „Der Mensch, was ist er so klein.“
Eines Abends, ich sah den Mond am Himmel stehen
Ging wieder zu meiner Spinne, dieser Wunderwerkwelt
Voller Traurigkeit musste ich wieder gehen
Nichts mehr da vom Spinnennetz, seinem Regenbogenfarbenzelt
Das Schuppendach, es ward neu eingedeckt
Weil es reingeregnet. Es musste geschützt werden, das Winterholz
Welch Wohltat, wenn Hahnenkrähen mich morgens geweckt
Heimat, unsere Stunden, welch Reichtümer aus Dankbarkeit und Stolz
Dankbar, für Heimat und Glücksstunden
Stolz, weil man Natur umarmt, die Heimat für Herz und Seele
Heimweh, ich weiß, sie werden immer bluten, diese Wunden
Daher, oft, den Weg unserer Erinnerungen ich wähle…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
15.12.2013
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