Foto:©Elisabeth Anton
Und niemand kann sich wehren
Sie saß am Fenster, Stunden
Tage, Wochen, Monate, Jahre
Bewunderte die Zeit
Wie treu sie der Vergänglichkeit
Ließ ihre Gedanken gleiten
Durch alle Jahreszeiten ihres Lebens
Sah, mit erdrückendem Schweigen
Wie auch ihre Jahre mitgenommen
Ihre Schicksale so verteilt
Dass ihre Tränen ein ewiger Fluss
Ihr Schmerz ein ewiges Ersticken
Im Augenblick schwindender Hoffnung
Sie bewunderte den Herbstwind
Wie er, so taktlos, so wortlos, alles mitgenommen
Kein Blatt sich wehren konnte
Bis alle Baumkronen leer
Geblieben, nur noch ein Strauß von Erinnerungen
Durch die Wunder ihrer Jahreszeiten
In diesem ewigen Kreislauf der Vergänglichkeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
28.10.2021
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