Freitag, 12. November 2021

Und niemand kann sich wehren



 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Und niemand kann sich wehren                     

 

Sie saß am Fenster, Stunden

Tage, Wochen, Monate, Jahre

 

Bewunderte die Zeit

Wie treu sie der Vergänglichkeit

 

Ließ ihre Gedanken gleiten

Durch alle Jahreszeiten ihres Lebens

 

Sah, mit erdrückendem Schweigen

Wie auch ihre Jahre mitgenommen

 

Ihre Schicksale so verteilt

Dass ihre Tränen ein ewiger Fluss

 

Ihr Schmerz ein ewiges Ersticken

Im Augenblick schwindender Hoffnung

 

Sie bewunderte den Herbstwind

Wie er, so taktlos, so wortlos, alles mitgenommen

 

Kein Blatt sich wehren konnte

Bis alle Baumkronen leer

 

Geblieben, nur noch ein Strauß von Erinnerungen

Durch die Wunder ihrer Jahreszeiten

 

In diesem ewigen Kreislauf der Vergänglichkeit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 28.10.2021

 

 

 

 

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