Foto:©Elisabeth Anton
Ein Tag in Mariupol
10. Tag Krieg
In vielen Straßen die Häuser zerstört
Die Mauern haben ihre Ziegel verloren
Die sich eng aneinanderschmiegen
Zu einem stummen Ziegelhaufen
Der einst ein Haus, ein Zuhause war
Die Menschen in ständiger Angst
Nicht weit eine Rakete explodiert
Dort eine Explosion zu sehen, ein Feuerball
Häuser zerstört, die bis eben Zuhause und Heimat
Alles liegt in Schutt und Asche
Menschen wollen aus der Stadt fliehen
Ein humanitärer Korridor, in einer Stadt
Der beendet doch dieses Grauen nicht
Glassplitter pflastern einen Hauseingang
Die Treppen, alles zerstört
Die Stadt brennt an vielen Ecken
Kein Wasser, kein Essen, keine Heizung
Wer diesem Grauen zusehen kann
Der kann weder einen Glauben haben
Der hat noch nie Ehrfurcht vor Leben und Himmel gelebt
Wer diesen Krieg, diese Zerstörungen mitansehen kann
Der, der spürt in seinem Körper
Weder Herz
Weder Vernunft
Weder Verstand…
Stoppt diesen brutalen Krieg!
Stoppt diesen Wahnsinn!
Stoppt das Leid der hilflosen Unschuldigen!
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
05.03.2022
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