Sonntag, 6. März 2022

Ein Tag in Mariupol


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Ein Tag in Mariupol

10. Tag Krieg

 

In vielen Straßen die Häuser zerstört

Die Mauern haben ihre Ziegel verloren

Die sich eng aneinanderschmiegen

Zu einem stummen Ziegelhaufen

Der einst ein Haus, ein Zuhause war

Die Menschen in ständiger Angst

Nicht weit eine Rakete explodiert

Dort eine Explosion zu sehen, ein Feuerball

Häuser zerstört, die bis eben Zuhause und Heimat

Alles liegt in Schutt und Asche

Menschen wollen aus der Stadt fliehen

Ein humanitärer Korridor, in einer Stadt

Der beendet doch dieses Grauen nicht

Glassplitter pflastern einen Hauseingang

Die Treppen, alles zerstört

Die Stadt brennt an vielen Ecken

Kein Wasser, kein Essen, keine Heizung

Wer diesem Grauen zusehen kann

Der kann weder einen Glauben haben

Der hat noch nie Ehrfurcht vor Leben und Himmel gelebt

Wer diesen Krieg, diese Zerstörungen mitansehen kann

Der, der spürt in seinem Körper

Weder Herz

Weder Vernunft

Weder Verstand…

Stoppt diesen brutalen Krieg!

Stoppt diesen Wahnsinn!

Stoppt das Leid der hilflosen Unschuldigen!

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  05.03.2022

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