Foto:©Elisabeth Anton
Der Himmel hat mich nie vergessen
Sie sitzt am Fenster, bei Kerzenschein
Der Mond steckt im Wolkenmeer
Sie blättert im Tagebuch ihres Lebens. Allein
Geht sie durch die Zeit, ihr Glas der Hoffnung fast leer
Sie schaut ihm zu, dem Wolkenmeer
Der Sterne Licht, nirgendwo zu sehen
So still die Straßen, ruhig und leer
Keine Menschen mehr durch die Nacht nach Hause gehen
Alle schlafen sie schon, genießen die Nacht
Nur sie, sie durchwandert ihre Gedankenwelt
Manche Erinnerung weint, die andere lacht
Plötzlich, ein Lichtstrahl auf ihr Blatt Papier fällt
Die Wolken wohl vom Wind vertrieben
Ein Stern schickt sein wohltuendes Licht
Die Zeit hat ihr Glück vertrieben
Alles dahin, nur die Erinnerungen nicht
Sie nimmt Füller und ihr leeres Blatt
Und schreibt mit zitternder Hand
„Ich danke dem Himmel, dass er mich nie vergessen hat
Er schrieb meine Erinnerungen tief in mein Herz, nicht nur in den Meeressand.“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
09.07.2022
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