Samstag, 16. Juli 2022

Der Himmel hat mich nie vergessen


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Der Himmel hat mich nie vergessen                                 

 

Sie sitzt am Fenster, bei Kerzenschein

Der Mond steckt im Wolkenmeer

Sie blättert im Tagebuch ihres Lebens. Allein

Geht sie durch die Zeit, ihr Glas der Hoffnung fast leer

 

Sie schaut ihm zu, dem Wolkenmeer

Der Sterne Licht, nirgendwo zu sehen

So still die Straßen, ruhig und leer

Keine Menschen mehr durch die Nacht nach Hause gehen

 

Alle schlafen sie schon, genießen die Nacht

Nur sie, sie durchwandert ihre Gedankenwelt

Manche Erinnerung weint, die andere lacht

Plötzlich, ein Lichtstrahl auf ihr Blatt Papier fällt

 

Die Wolken wohl vom Wind vertrieben

Ein Stern schickt sein wohltuendes Licht

Die Zeit hat ihr Glück vertrieben

Alles dahin, nur die Erinnerungen nicht

 

Sie nimmt Füller und ihr leeres Blatt

Und schreibt mit zitternder Hand

„Ich danke dem Himmel, dass er mich nie vergessen hat

Er schrieb meine Erinnerungen tief in mein Herz, nicht nur in den Meeressand.“

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   09.07.2022

 

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