Mittwoch, 13. Juli 2022

Traurige Tränen, ausgelöschte Heimatzeit


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Traurige Tränen, ausgelöschte Heimatzeit                       

 

Die Sonne schickt ihre Strahlen

Der Tag bewegt sich am Horizont

Bunte Blütenkelche den Sommer bemalen

Überall der Natur Farbenpracht thront

 

Meine Erinnerung öffnet ihr Buch der Jahreszeiten

Bilder aus der Heimat schmücken Blatt um Blatt

Schöne Stunden gelebter Jahrzehnte vor meinen Augen gleiten

Nachdenklich gehe ich durch die Gassen meiner Heimatstadt

 

Hie und da noch eine Erinnerung

Die Jahrhunderte überlebt, auch wenn „Heimat“ dahin

Manchmal ist sie machtlos, die Hoffnung

Wenn Heimat ausgelöscht, Erinnerungen durchwandern Herz und Sinn

 

Heimatjahrzehnte, welch gelebtes Glück

Welch spürbar erlebte Heimatgeborgenheit

Nichts davon kehrt je zurück

Es war einmal, eine wundervolle Heimatzeit

 

Eine Welt voller Gefühle und Achtung

Nachbarschaft und Freundschaft, welch edler Stellenwert

Heute, heute alles, alles nur noch Erinnerung

Die duftenden Akazienbäume, Kirche, Friedhof, Elternhaus, der alte Herd

 

Traurige Tränen streicheln mein Gesicht

Erinnerungen zeigen mir die Wirklichkeit

Heimat, nie mehr gibt es deines Glückes Licht

Ausgelöscht, lange ist´s her, dass sie geatmet, meine Heimatzeit

 

Ich stehe vor meinem Elternhaus, meine Sprache verschwunden

Meine Gedankenwelt schenkt mir Bilder aus längst vergangener Zeit

Ich stehe betend vor dem alten Tor, fühle mich verbunden

Mit dieser nie mehr wiederkehrenden Heimatgeborgenheit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   09.07.2022

 

 

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