Foto:©Elisabeth Anton
Traurige Tränen, ausgelöschte Heimatzeit
Die Sonne schickt ihre Strahlen
Der Tag bewegt sich am Horizont
Bunte Blütenkelche den Sommer bemalen
Überall der Natur Farbenpracht thront
Meine Erinnerung öffnet ihr Buch der Jahreszeiten
Bilder aus der Heimat schmücken Blatt um Blatt
Schöne Stunden gelebter Jahrzehnte vor meinen Augen gleiten
Nachdenklich gehe ich durch die Gassen meiner Heimatstadt
Hie und da noch eine Erinnerung
Die Jahrhunderte überlebt, auch wenn „Heimat“ dahin
Manchmal ist sie machtlos, die Hoffnung
Wenn Heimat ausgelöscht, Erinnerungen durchwandern Herz und Sinn
Heimatjahrzehnte, welch gelebtes Glück
Welch spürbar erlebte Heimatgeborgenheit
Nichts davon kehrt je zurück
Es war einmal, eine wundervolle Heimatzeit
Eine Welt voller Gefühle und Achtung
Nachbarschaft und Freundschaft, welch edler Stellenwert
Heute, heute alles, alles nur noch Erinnerung
Die duftenden Akazienbäume, Kirche, Friedhof, Elternhaus, der alte Herd
Traurige Tränen streicheln mein Gesicht
Erinnerungen zeigen mir die Wirklichkeit
Heimat, nie mehr gibt es deines Glückes Licht
Ausgelöscht, lange ist´s her, dass sie geatmet, meine Heimatzeit
Ich stehe vor meinem Elternhaus, meine Sprache verschwunden
Meine Gedankenwelt schenkt mir Bilder aus längst vergangener Zeit
Ich stehe betend vor dem alten Tor, fühle mich verbunden
Mit dieser nie mehr wiederkehrenden Heimatgeborgenheit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
09.07.2022

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