Foto:©Elisabeth Anton
„Gute Nacht, Heimat!“
Nebelschleier versilbern die Luft
Der Morgen atmet Zufriedenheit
Welch Balsam für die Seele, dies Meer von Blütenduft
Heimat, ich gedenke „unserer Zeit“
Rundum Stacheldrahtgrenzen, Diktatur
Heuchler, Spitzel – irgendwo in der Menge versteckt
Wie wundervoll er war, der Reichtum meiner Heimatnatur
Wenn ich, unberührt von Menschenhand, die Kraft der ersten Knospen entdeckt
Jetzt, wohl verzaubert deiner Felder Weiten
Vom Sonnengold der Kornähren, dem Leuchten von Löwenzahn und Klatschmohn
Heimat, gerne erinnere ich mich an „unsere Zeiten“
Welch Demut er mir geschenkt, der Naturwunder Lohn
Kostenlos uns diese Reichtümer der Natur geschenkt
Die wir gelebt voller Dank, Demut und Andacht
Heimat, ich weiß, die Zeit nimmt alles mit, der Himmel lenkt
Er allein bestimmt, wann für dich Morgensonne, Abendrot, mein letztes „Gute Nacht!“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
23.07.2016

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