Montag, 22. Mai 2023

Mein heimlicher Triumpf, meine Kraft zum Überleben



 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Mein heimlicher Triumpf, meine Kraft zum Überleben                

 

Welch Zeit, welch Schikanen

Welch Angst, welch verlorenes Leben

All die Jahrehnte, tagein, tagaus

Nur, weil ich Freiheit gewollt

Diktaturjahre, welch Kraftaufwand für mich

Bei jedem Gespräch, irgendwo die Angst dabei

Weil man nie wusste

Ob man zur Nacht wieder zuhause

Oder die eiskalten Kellermauern hinter Gitter erlebt

Jeder Weg dorthin, eine Qual

Als ob an jeder Schuhsohle Tonnen von Stahl

Als ob in jedem Augenblick das Böse zuschlägt

Immer nur unter ständigem Beobachten

Ob, von irgendeiner Seite her, Gefahr droht

Es raubt mir, bis heute, den Atem

Lässt meine Hände nach Halt suchen

Bis ich durchatmen kann

Weil ich wieder mich meiner Worte besinne

„Egal was sie reden, mir verbieten

Egal was sie mir antun

Nur meine Gedanken, die kennen DIE nie.“

Nichts, nichts hat, nichts hätte es gegeben

Was mich umgestimmt hätte

Vom Schweigen zum Verräter zu werden

Diese meine Worte, meine Gedanken meine Gefühle

Dass sie reden können, mir drohen können

Bis ihre Stimme rau, ihre Zunge zerfetzt

Meine Gedankenwelt, sie blieb DENEN verborgen

Diesen Diktatursadisten, damals wie heute

Das Tor zu meiner Gedankenwelt öffnete sich nie

Mein heimlicher Triumpf, meine Kraft zum Überleben

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   18.05.2023

 

 

 

 

         

 


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