Foto:©Elisabeth Anton
Mein heimlicher Triumpf, meine Kraft zum Überleben
Welch Zeit, welch Schikanen
Welch Angst, welch verlorenes Leben
All die Jahrehnte, tagein, tagaus
Nur, weil ich Freiheit gewollt
Diktaturjahre, welch Kraftaufwand für mich
Bei jedem Gespräch, irgendwo die Angst dabei
Weil man nie wusste
Ob man zur Nacht wieder zuhause
Oder die eiskalten Kellermauern hinter Gitter erlebt
Jeder Weg dorthin, eine Qual
Als ob an jeder Schuhsohle Tonnen von Stahl
Als ob in jedem Augenblick das Böse zuschlägt
Immer nur unter ständigem Beobachten
Ob, von irgendeiner Seite her, Gefahr droht
Es raubt mir, bis heute, den Atem
Lässt meine Hände nach Halt suchen
Bis ich durchatmen kann
Weil ich wieder mich meiner Worte besinne
„Egal was sie reden, mir verbieten
Egal was sie mir antun
Nur meine Gedanken, die kennen DIE nie.“
Nichts, nichts hat, nichts hätte es gegeben
Was mich umgestimmt hätte
Vom Schweigen zum Verräter zu werden
Diese meine Worte, meine Gedanken meine Gefühle
Dass sie reden können, mir drohen können
Bis ihre Stimme rau, ihre Zunge zerfetzt
Meine Gedankenwelt, sie blieb DENEN verborgen
Diesen Diktatursadisten, damals wie heute
Das Tor zu meiner Gedankenwelt öffnete sich nie
Mein heimlicher Triumpf, meine Kraft zum Überleben
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
18.05.2023
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