Freitag, 12. Mai 2023

Wann habe ich gelebt


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Wann habe ich gelebt                          

 

Wann habe ich gelebt

Am Anfang, mittendrin, am Ende

Wo war das Glück großzügig

Wo die Tränen, die nicht mehr zu zählen

 

Wann habe ich gelebt

In der Kindheit, Jugendzeit oder danach

Schulzeit, Ferien oder zwischendurch

Wo Glück und Leid, Freud und Trauer sich verbunden

 

Wann habe ich gelebt

Wann Glück gespürt, gelebt

Wann geweint, getrauert, verzweifelt

Wann, die Natur um Hilfe gebeten

 

Wann habe ich gelebt

Zu meinen sorgenfreien Zeiten

Oder wo tief und intensiv das Leben ich gespürt

Wo ich sorglos gefeiert oder in Trauer geweint

 

Wann habe ich gelebt, frage ich mich

In jungen Jahren voller Glück

Oder im Herbst des Lebens, voller Schicksale

Sah ich, ob und wie ich gelebt

 

Heute, am Ende meiner Herbstzeit

Allein jeden Abend, mit Blick zu deinem Sternengarten

Weiß ich, dass ich immer intensiv gelebt

Mal verzweifelt allein, mal umarmt und verwöhnt

 

Manch Schicksal dieses Lebens

Habe ich intensiv, durch all meine Jahrzehnte gelebt

Das Glück hat mich umarmt, Tränen mich erstickt

Ich lebte alles, die Liebe, das Glück, meiner Schicksale Schmerz und Traurigkeit

 

Und immer habe ich alles und jeden umarmt

Um zu spüren, wie schön Leben und Augenblick

Auch wenn das Lachen mir fremd geworden

Seit du im Sternengarten wohnen musst

 

Die Hoffnung, sie schenkte mir Kraft, um weiterzugehen

Ob Glück, ob Leiden, immer dankbar, weiterzugehen

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  18.04.2023

 

 

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