Foto:©Elisabeth Anton
Wann habe ich gelebt
Wann habe ich gelebt
Am Anfang, mittendrin, am Ende
Wo war das Glück großzügig
Wo die Tränen, die nicht mehr zu zählen
Wann habe ich gelebt
In der Kindheit, Jugendzeit oder danach
Schulzeit, Ferien oder zwischendurch
Wo Glück und Leid, Freud und Trauer sich verbunden
Wann habe ich gelebt
Wann Glück gespürt, gelebt
Wann geweint, getrauert, verzweifelt
Wann, die Natur um Hilfe gebeten
Wann habe ich gelebt
Zu meinen sorgenfreien Zeiten
Oder wo tief und intensiv das Leben ich gespürt
Wo ich sorglos gefeiert oder in Trauer geweint
Wann habe ich gelebt, frage ich mich
In jungen Jahren voller Glück
Oder im Herbst des Lebens, voller Schicksale
Sah ich, ob und wie ich gelebt
Heute, am Ende meiner Herbstzeit
Allein jeden Abend, mit Blick zu deinem Sternengarten
Weiß ich, dass ich immer intensiv gelebt
Mal verzweifelt allein, mal umarmt und verwöhnt
Manch Schicksal dieses Lebens
Habe ich intensiv, durch all meine Jahrzehnte gelebt
Das Glück hat mich umarmt, Tränen mich erstickt
Ich lebte alles, die Liebe, das Glück, meiner Schicksale Schmerz und Traurigkeit
Und immer habe ich alles und jeden umarmt
Um zu spüren, wie schön Leben und Augenblick
Auch wenn das Lachen mir fremd geworden
Seit du im Sternengarten wohnen musst
Die Hoffnung, sie schenkte mir Kraft, um weiterzugehen
Ob Glück, ob Leiden, immer dankbar, weiterzugehen
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
18.04.2023
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