Foto:©Elisabeth Anton
Heimatlosigkeit in der Freiheit
Meine Tränen, sie fielen
Als Kind, Jugendliche, Erwachsene, als Braut
Wundervolle Erinnerungen durch meinen Herbst zielen
Heimatjahre voller Glück, wohin mein Heimweh auch schaut
Fast nicht zu begreifen, nicht zu verstehen
Wohin so schnell über vier Jahrzehnte verschwunden
Meine Gedanken durch die Gassen meiner Heimat gehen
Jede Erinnerung hat ihre Wurzeln gefunden
Meine Tränen fallen leise
Lebenswerke von Generationen, einfach zerstört
Heimat aufopfern müssen, weil Freiheit die erwünschte Traumreise
Was Heimatlosigkeit in Freiheit, hat mein Heimweh oft gehört
Ohne Heimat, als ob ohne Gleichgewicht
In einer Fremde, deren Welt sich längst aufgegeben
Fast verloren, all die gelebten Werte, ob Sonne, ob Sternenlicht
Heimat, meine Heimat, es wird sie nie mehr geben
Gräser weinen auf den Wiesen, in den Gassen, Felder weinen auch
Heimat ausgelöscht, am Rand der Erinnerungen, ohne Licht
Aus manchem Haus qualmt er nicht mehr, der Silberrauch
Meine Heimat gibt es nicht mehr, seit die Welt aus dem Gleichgewicht
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
29.05.2023

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