Dienstag, 6. Juni 2023

Heimatlosigkeit in der Freiheit


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Heimatlosigkeit in der Freiheit                                

 

Meine Tränen, sie fielen

Als Kind, Jugendliche, Erwachsene, als Braut

Wundervolle Erinnerungen durch meinen Herbst zielen

Heimatjahre voller Glück, wohin mein Heimweh auch schaut

 

Fast nicht zu begreifen, nicht zu verstehen

Wohin so schnell über vier Jahrzehnte verschwunden

Meine Gedanken durch die Gassen meiner Heimat gehen

Jede Erinnerung hat ihre Wurzeln gefunden

 

Meine Tränen fallen leise

Lebenswerke von Generationen, einfach zerstört

Heimat aufopfern müssen, weil Freiheit die erwünschte Traumreise

Was Heimatlosigkeit in Freiheit, hat mein Heimweh oft gehört

 

Ohne Heimat, als ob ohne Gleichgewicht

In einer Fremde, deren Welt sich längst aufgegeben

Fast verloren, all die gelebten Werte, ob Sonne, ob Sternenlicht

Heimat, meine Heimat, es wird sie nie mehr geben

 

Gräser weinen auf den Wiesen, in den Gassen, Felder weinen auch

Heimat ausgelöscht, am Rand der Erinnerungen, ohne Licht

Aus manchem Haus qualmt er nicht mehr, der Silberrauch

Meine Heimat gibt es nicht mehr, seit die Welt aus dem Gleichgewicht

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                     29.05.2023

 

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