Foto:©Elisabeth Anton
Bildermeer meiner Heimat
Rattern jetzt Traktoren auf deinem Feld
Zwitschern die Spatzen hoch oben vom Hausdach
Wo ist der Hof, das Vieh, Garten, die heimatliche Welt
Hat der Hahn schon gekräht? Ist der Hund schon wach
Hat die Katze schon ihre Maus gefangen
Genießen die Libellen schon des Gartens reiche Blütenpracht
Liegen im Hof noch die vergessenen Nägel, Hammer, Zangen
Gestern wurde der alte Gartenzaun neu gemacht
Hat die Glocke vom Kirchturm uns schon begrüßt
Hat der Schmetterling schon seine Blüten gefunden
Hat das Huhn sein Frühstück mit einem Regenwurm versüßt
Ist die Gänsemutter auf der Gass´ schon mit einer Schnur am Baum festgebunden
Hat die Sirene schon zum Löschen gedröhnt
Haben die Hühner schon den „Sperrglion“ auf dem Misthaufen entdeckt
Haben Hund und Katze sich heute schon versöhnt
Hat die Ziege schon ihr Zicklein geweckt
Hat „de Schroder“ heute schon den Kukruz gemahlen
Sang der Truthahn schon seine Morgenmelodie
Konnte die Taube schon, mit ausgestreckten Flügeln, sich in der Sonne aalen
Bilder von meinem Daheim, in meinem Elternhaus, ich vergesse sie nie
Hat der Kuckuck schon gerufen, heute Morgen
Hat des Nachbarn Pferd schon gewiehert, im Stall da drin
Erinnerungen! So unbezahlbar, nie zu kaufen, nie zum Borgen
Heimat, unsere gelebte Zeit schenkte Erinnerungen, sie bringen mich oft zu dir hin
Irgendwo, auf dieser weiten Welt, muss ich wohnen
Zuhause, ein Zuhause hat man nur einmal auf dieser Welt
Erinnerungen! Ich danke euch! Ihr könnt mich so wohltuend belohnen
Mit eurem unverwechselbaren Bildermeer der Heimat, Bilder von meinem Hatzfeld
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
11.07.2004

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