Sonntag, 17. März 2024

Welch einmalige Zeit, damals in meiner Heimat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Welch einmalige Zeit, damals in meiner Heimat                                               

 

Sperrangelweit waren die Fenster offen

Nachts

 

Der Gassentürschlüssel hing am Nagel, innen am Gassenzaun

Nachts

 

Das Gassentor war nur mit einem Riegel verschlossen

Tagsüber und nachts

 

Welch friedliche, sichere Welt

Ohne Einbrüche, ohne Angst

 

Ohne Angst, bei offenem Fenster zu schlafen

Natur zu genießen, die ganze Nacht

 

Garten- und Hoftor, mit einem Haken eingehängt

Tagsüber und nachts

 

Man hatte keine Angst, nachts

Weil Hunde noch jedes Haus bewacht

 

Hätte jemand das Grundstück betreten

Hätte der Hund, sofort, Alarm geschlagen

 

Wie seelenruhig konnte ich schlafen

Jede Sommernacht, bei offenem Fenster

 

Lüfte und Düfte der Jahreszeiten atmen

Die wie Balsam für jedes Einschlafen

 

Welch sorgenfreies Sein

Bis Diktatur bemerkbar, spürbar

 

Da, da kam die Angst auf

Vor dem Wahnsinn dieser brutalen Sadisten

 

Es wird nie mehr so schön, so wertvoll

Wie es einmal zuhause, daheim in der Heimat war

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  26.04.2016

 

 

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Nie hätte ich gedacht, dass „Menschheit“ so tief sinken kann

                  Foto:©Elisabeth Anton       Nie hätte ich gedacht, dass „Menschheit“ so tief sinken kann         Nachrichten, voller G...