Foto:©Elisabeth Anton
Hoffnung und Heimweh. Freiheit ist wunderbar, Heimat ersetzen, das kann sie nie
Nebelgetränkter Morgen
Weckt Erinnerung um Erinnerung
All die Träume, all die Sorgen
Und immer wieder neue Hoffnung
Hoffnung, irgendwann in Freiheit zu leben
Diesen Stacheldrahtgrenzen zu entkommen
Alles, alles aufzugeben
Damit der größte Traum mir nicht genommen
Dann kam das Land der Freiheit
Nach Jahrzehnteschikanen, endlich den Pass in der Hand
Dann spürte ich, wie es ist, wenn Freiheit
Mein Alltag, in einem fremden Land
Fern der Heimat, in einem fremden Land
Aufgenommen, als ob wir auf einer Vergnügungsreise
Man kannte nicht den Alltag der Deutschen, die Diktatur in diesem Land
Man „bediente“ uns auf „besondere Art und Weise“
30 DM pro Kopf, „Begrüßungsgeld“
Was gefehlt, diese tröstenden Worte, wenn man irgendwo fremd
Bürokratie, Antrag nach Antrag, das war unsere Welt
Keiner fragte mich, warum hast du nur eine Bluse, er, nur ein Hemd
Hoffnung und Heimweh, meine Begleiter seit der Ankunft, der Einreise
Ich dachte immer nur daran, dass wir endlich frei sind
Welch Aufopferung wir lebten, das war eine andere Art von Charakterreise
Manche Träume werden wahr, auch wenn ihre Welten so verschieden sind
Freiheit, Freiheit ist wunderbar, lebensnotwendig, wunderschön
Nur Heimat, Heimat ersetzen, das kann sie nie
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
24.01.2025

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