Sonntag, 16. März 2025

Hoffnung und Heimweh. Freiheit ist wunderbar, Heimat ersetzen, das kann sie nie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Hoffnung und Heimweh. Freiheit ist wunderbar, Heimat ersetzen, das kann sie nie

 

Nebelgetränkter Morgen

Weckt Erinnerung um Erinnerung

All die Träume, all die Sorgen

Und immer wieder neue Hoffnung

 

Hoffnung, irgendwann in Freiheit zu leben

Diesen Stacheldrahtgrenzen zu entkommen

Alles, alles aufzugeben

Damit der größte Traum mir nicht genommen

 

Dann kam das Land der Freiheit

Nach Jahrzehnteschikanen, endlich den Pass in der Hand

Dann spürte ich, wie es ist, wenn Freiheit

Mein Alltag, in einem fremden Land

 

Fern der Heimat, in einem fremden Land

Aufgenommen, als ob wir auf einer Vergnügungsreise

Man kannte nicht den Alltag der Deutschen, die Diktatur in diesem Land

Man „bediente“ uns auf „besondere Art und Weise“

 

30 DM pro Kopf, „Begrüßungsgeld“

Was gefehlt, diese tröstenden Worte, wenn man irgendwo fremd

Bürokratie, Antrag nach Antrag, das war unsere Welt

Keiner fragte mich, warum hast du nur eine Bluse, er, nur ein Hemd

 

Hoffnung und Heimweh, meine Begleiter seit der Ankunft, der Einreise

Ich dachte immer nur daran, dass wir endlich frei sind

Welch Aufopferung wir lebten, das war eine andere Art von Charakterreise

Manche Träume werden wahr, auch wenn ihre Welten so verschieden sind

 

Freiheit, Freiheit ist wunderbar, lebensnotwendig, wunderschön

Nur Heimat, Heimat ersetzen, das kann sie nie  

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 24.01.2025

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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