Foto:©Elisabeth Anton
Abschied nehmen von dir, zum allerletzten Mal. Ich erinnere mich
Dein Tod, so schwer zu ertragen, auch nach 10 Jahren
Welch Schmerz, als dein Sarg aus dem Haus abgeholt
Zu sehen, zu verstehen, wie endgültig dein Tod
Unser Glück, es hat sich nie mehr wiederholt
Dahin unserer Jahrzehnte gelebte Zeit, ob Glück, Freud, Leid, Not
Dann fuhr ich zu jenem Leichenhaus
Wo ich wusste, zum letzten Abschiednehmen, muss ich zu dir
Ich wusste nicht mehr, wo es überhaupt steht, dieses Haus
Verloren, verwirrt im Schmerz. Endlich war ich bei dir
Die allerletzte Chance, mit dir allein zu sein
Allein, und zum allerletzten, allerletzten Mal
In diesem Raum waren nur wir zwei allein
Ich weiß bis heute nicht, ob ich Schmerz gelebt oder Qual
Ich war, als ob verloren auf dieser Welt
Ich saß neben deinem Sarg, streichelte deine eiskalten Hände
Küsste deine Lippen, dein Gesicht. Keine Falte dich entstellt
Meine Tränen fielen in aller Stille, es schwiegen die Wände
Nach vier Stunden, schwiegen auch meine Tränen
Ich umarmte dich mehrmals, der Schmerz ließ mir keine Luft mehr
Die letzte Rose drückte ich in deine Hand, nochmals deinen Namen erwähnen
Nur du, du kennst meinen Schmerz nicht, hörst mein Weinen nicht mehr
Abschied nehmen von dir, welch Schmerz, welch
Traurigkeit, in spürbarer Vollendung
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
16.03.2019
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen