Sonntag, 8. Juni 2025

Abschied nehmen von dir, zum allerletzten Mal. Ich erinnere mich

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Abschied nehmen von dir, zum allerletzten Mal. Ich erinnere mich              

Dein Tod, so schwer zu ertragen, auch nach 10 Jahren

 

 

Welch Schmerz, als dein Sarg aus dem Haus abgeholt

Zu sehen, zu verstehen, wie endgültig dein Tod

Unser Glück, es hat sich nie mehr wiederholt

Dahin unserer Jahrzehnte gelebte Zeit, ob Glück, Freud, Leid, Not

 

Dann fuhr ich zu jenem Leichenhaus

Wo ich wusste, zum letzten Abschiednehmen, muss ich zu dir

Ich wusste nicht mehr, wo es überhaupt steht, dieses Haus

Verloren, verwirrt im Schmerz. Endlich war ich bei dir

 

Die allerletzte Chance, mit dir allein zu sein

Allein, und zum allerletzten, allerletzten Mal

In diesem Raum waren nur wir zwei allein

Ich weiß bis heute nicht, ob ich Schmerz gelebt oder Qual

 

Ich war, als ob verloren auf dieser Welt

Ich saß neben deinem Sarg, streichelte deine eiskalten Hände

Küsste deine Lippen, dein Gesicht. Keine Falte dich entstellt

Meine Tränen fielen in aller Stille, es schwiegen die Wände

 

Nach vier Stunden, schwiegen auch meine Tränen

Ich umarmte dich mehrmals, der Schmerz ließ mir keine Luft mehr

Die letzte Rose drückte ich in deine Hand, nochmals deinen Namen erwähnen

Nur du, du kennst meinen Schmerz nicht, hörst mein Weinen nicht mehr

 

Abschied nehmen von dir, welch Schmerz, welch Traurigkeit, in spürbarer Vollendung

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   16.03.2019

 

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