Freitag, 28. November 2025

Einen Sommer lang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

  

Einen Sommer lang                                                                   

  

Einen Sommer lang, eine lange Zeit

Hat er SIE verbannt

Verboten, seinen Rosengarten zu sehen, zur Blütezeit

So kalt geworden sein Herz, seine haltende Hand

 

Den ganzen Sommer, zur schönsten Blütezeit

Durfte SIE seinen Rosengarten nicht besuchen

Seine Vorstellung von „Augenblick leben“, fern jeder Einzigartigkeit

Ahnte er nicht, wie viele Tränen dadurch in ihrem Erinnerungsbuch zu buchen

 

Sie weinte einen Sommer lang, in stiller Einsamkeit

Er dachte nur an sich, alles andere berührt´ ihn nicht

Er dachte, immer schon, nur an die Wünsche seiner Zeit

Wie es ihr dabei ergeht, das interessierte ihn nicht

 

Ein Leben lang nur an seine Wünsche gedacht

Was sie fühlt, wie es ihr ergeht, das hat er ignoriert

Oft hat er noch zynisch dabei gelacht

Und vergessen, dass für uns alle, das Leben unseren Herbst komponiert

 

Er hat immer nur an sich gedacht

Immer, über Jahre, nur seine Träume, sein Ich

Er sah nicht, wie selten SIE im Leben gelacht

Irgendwann wird er erfahren, was für ihn unmöglich

 

Doch irgendwann, irgendwann gibt es SIE nicht mehr

Und nicht nur über einen Sommer lang

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   17.11.2025

 

 

 

 

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