Foto:©Elisabeth Anton
Einen Sommer lang
Einen Sommer lang, eine lange Zeit
Hat er SIE verbannt
Verboten, seinen Rosengarten zu sehen, zur Blütezeit
So kalt geworden sein Herz, seine haltende Hand
Den ganzen Sommer, zur schönsten Blütezeit
Durfte SIE seinen Rosengarten nicht besuchen
Seine Vorstellung von „Augenblick leben“, fern jeder Einzigartigkeit
Ahnte er nicht, wie viele Tränen dadurch in ihrem Erinnerungsbuch zu buchen
Sie weinte einen Sommer lang, in stiller Einsamkeit
Er dachte nur an sich, alles andere berührt´ ihn nicht
Er dachte, immer schon, nur an die Wünsche seiner Zeit
Wie es ihr dabei ergeht, das interessierte ihn nicht
Ein Leben lang nur an seine Wünsche gedacht
Was sie fühlt, wie es ihr ergeht, das hat er ignoriert
Oft hat er noch zynisch dabei gelacht
Und vergessen, dass für uns alle, das Leben unseren Herbst komponiert
Er hat immer nur an sich gedacht
Immer, über Jahre, nur seine Träume, sein Ich
Er sah nicht, wie selten SIE im Leben gelacht
Irgendwann wird er erfahren, was für ihn unmöglich
Doch irgendwann, irgendwann gibt es SIE nicht mehr
Und nicht nur über einen Sommer lang
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
17.11.2025
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