Foto:©Elisabeth Anton
Heimfahrt, welch Erinnerungen
Erinnerungen an die Heimfahrt
Eine Reise voller Freude und Hoffnung
Als ob die Kraft sich täglich gesteigert, während dieser Fahrt
Sie wachten auf, mal jene, mal diese Erinnerung
Zuhause, endlich zuhause angekommen
Schon das Ortsschild in einer nie dagewesenen Sprachenvielfalt
Heimat hat mich fest in ihre Macht genommen
Mein Herz begann zu weinen, Erinnerungen verloren ihren Halt
Sie stimmen mit der Realität nicht mehr überein
So vieles verändert. Häuser, die Stadt, alles ein anderes Gesicht
Schicksal ist manchmal mehr als gemein
Heimat, meine Heimat ist das nicht
Es fehlen Freunde, Nachbarn, blühende Akazienbaumkronen, ihr Duft so fein
Selbst die Kirche sieht anders aus
Gräber so zugebaut, dass Schritte steigen über manchen Grabstein
Vor meinem Elternhaus, als ob es nicht von einst mein Zuhaus´
Auch wenn noch vieles erkennbar
Heimatgeborgenheit, man findet sie nicht mehr
Immer wieder was verändert, verschwunden Jahr um Jahr
Meine Heimat, wo ich einst Glück gelebt, sie ist so fremd, so kalt, so leer
Die Menschen ausgesiedelt, Fremde wohnen mal hier, mal dort
Häusergiebel haben ein fremdes Gesicht
Erinnerungen bäumen auf, es ist nicht mehr mein einstiger Heimatort
Nein, meine Heimat von damals, nein, meine Heimat ist es nicht
Keine Menschen von damals, nur noch Fremde in allen Gassen
Meine Heimat, es tut mir so leid, auch du gehörst der Vergänglichkeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.03.2026

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