Samstag, 4. April 2026

Heimfahrt, welch Erinnerungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Heimfahrt, welch Erinnerungen                                                 

  

Erinnerungen an die Heimfahrt

Eine Reise voller Freude und Hoffnung

Als ob die Kraft sich täglich gesteigert, während dieser Fahrt

Sie wachten auf, mal jene, mal diese Erinnerung

 

Zuhause, endlich zuhause angekommen

Schon das Ortsschild in einer nie dagewesenen Sprachenvielfalt

Heimat hat mich fest in ihre Macht genommen

Mein Herz begann zu weinen, Erinnerungen verloren ihren Halt

 

Sie stimmen mit der Realität nicht mehr überein

So vieles verändert. Häuser, die Stadt, alles ein anderes Gesicht

Schicksal ist manchmal mehr als gemein

Heimat, meine Heimat ist das nicht

 

Es fehlen Freunde, Nachbarn, blühende Akazienbaumkronen, ihr Duft so fein

Selbst die Kirche sieht anders aus

Gräber so zugebaut, dass Schritte steigen über manchen Grabstein

Vor meinem Elternhaus, als ob es nicht von einst mein Zuhaus´

 

Auch wenn noch vieles erkennbar

Heimatgeborgenheit, man findet sie nicht mehr

Immer wieder was verändert, verschwunden Jahr um Jahr

Meine Heimat, wo ich einst Glück gelebt, sie ist so fremd, so kalt, so leer

 

Die Menschen ausgesiedelt, Fremde wohnen mal hier, mal dort

Häusergiebel haben ein fremdes Gesicht

Erinnerungen bäumen auf, es ist nicht mehr mein einstiger Heimatort

Nein, meine Heimat von damals, nein, meine Heimat ist es nicht

 

Keine Menschen von damals, nur noch Fremde in allen Gassen

Meine Heimat, es tut mir so leid, auch du gehörst der Vergänglichkeit  

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   21.03.2026

 

 

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