Montag, 18. Mai 2026

Die besondere Heimat, mein Hatzfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Die besondere Heimat, mein Hatzfeld    

  

Zuhause, daheim, dort ruht das Feld jetzt aus

Trägt in stiller Umarmung die Saat

Einsam und verwaist steht es da, mein Elternhaus

Manche Frage keine Antwort hat

 

In den Gassen sind Fremde und Leere zu sehen

Spürbar, dass Heimat, irgendwie dahin

Die Menschen mussten, leider, gehen

Weil Freiheit ihrer Wege Sinn

 

Die Häusergiebel, fast alle, ihr Gesicht verloren

Vieler Höfe, Gärten Farbenpracht, sie sind einfach verschwunden

Dort, dort, wo ich einst gelebt, geboren

Hat man noch Dank und Ehrfurcht mit Würde und Stolz verbunden

 

In nur wenigen Jahrzehnten hat man es geschafft

Ganze Generationen zu vertreiben

Leider, damals hat es keiner "gerafft"

Wie schwer die Entscheidung: Gehen oder Bleiben

 

Viele Hofbrunnen gibt es nicht mehr

Die artesischen Brunnen an jeder Ecke vernichtet

Heimatgassen, sie schweigen in ihrem Erinnerungsmeer

Was haben diese Menschen auf alles verzichtet

 

Für Freiheit musste man alles aufgeben

Die Privilegierten, sie hatten das Geld auch für Möbeltransport

Dieser Zoll, nicht jedem diese Chance gegeben

Ein Koffer mitgenommen, alles drin, was einst Heimatort

 

Und dieser Koffer, er steht noch immer hier im Haus

Seine Erinnerungen drängeln sich jeden Tag in meiner Gedankenwelt

Wie schön es mal war, damals, ob Nachbarn, Freunde, Elternhaus

Es war die besondere Heimat, mein Hatzfeld

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 09.11.2019

 

 

 

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