Foto:©Elisabeth Anton
Die besondere Heimat, mein Hatzfeld
Zuhause, daheim, dort ruht das Feld jetzt aus
Trägt in stiller Umarmung die Saat
Einsam und verwaist steht es da, mein Elternhaus
Manche Frage keine Antwort hat
In den Gassen sind Fremde und Leere zu sehen
Spürbar, dass Heimat, irgendwie dahin
Die Menschen mussten, leider, gehen
Weil Freiheit ihrer Wege Sinn
Die Häusergiebel, fast alle, ihr Gesicht verloren
Vieler Höfe, Gärten Farbenpracht, sie sind einfach verschwunden
Dort, dort, wo ich einst gelebt, geboren
Hat man noch Dank und Ehrfurcht mit Würde und Stolz verbunden
In nur wenigen Jahrzehnten hat man es geschafft
Ganze Generationen zu vertreiben
Leider, damals hat es keiner "gerafft"
Wie schwer die Entscheidung: Gehen oder Bleiben
Viele Hofbrunnen gibt es nicht mehr
Die artesischen Brunnen an jeder Ecke vernichtet
Heimatgassen, sie schweigen in ihrem Erinnerungsmeer
Was haben diese Menschen auf alles verzichtet
Für Freiheit musste man alles aufgeben
Die Privilegierten, sie hatten das Geld auch für Möbeltransport
Dieser Zoll, nicht jedem diese Chance gegeben
Ein Koffer mitgenommen, alles drin, was einst Heimatort
Und dieser Koffer, er steht noch immer hier im Haus
Seine Erinnerungen drängeln sich jeden Tag in meiner Gedankenwelt
Wie schön es mal war, damals, ob Nachbarn, Freunde, Elternhaus
Es war die besondere Heimat, mein Hatzfeld
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
09.11.2019

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