Foto:©Elisabeth Anton
Ich bete
Der Tod, er fragt uns nicht
Er nimmt und verschwindet
Ich bete jeden Abend zum Sternenlicht
Dass er mich noch verschont, mein Ende noch nicht findet
Es tut so weh, daran zu denken
Wenn ich die Augen schließe, wie allein unser Kind
Auch wenn wir unsere Blicke aus dem Sternengarten zur Erde senken
Das hilft nicht, wenn ich gehen muss, bleibt es mutterseelenallein, unser Kind
Es tut bitter weh, ändern kann ich nicht
Wie das Leben unsere Wege gepflastert, ob Tag, ob Nacht
Wenn meine Augen sich für immer schließen, mein Herz zerbricht
Sie bleibt ganz allein, bei Tag und Nacht
Ich suche nach einer Lösung
Leider, ich kann keine finden
Keine Liebe mehr, nicht mehr meine tägliche Umarmung
Ich bete, dass es eine Seele gibt, Herzen, die sich mit ihr mal verbinden
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
11.06.2026
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