Freitag, 29. Juni 2018

Zerstört unsere Erde nicht...



















Zerstört unsere Erde nicht...              
                            
Ich kann nur dankbar sein
Meinem Herrgott, Himmelszelt und Schicksal
Nicht in einem Kriegsgebiet geboren zu sein
Dankbar, dass sie noch friedlich, meine Welt

Stacheldrahtgrenzen zu ertragen
Eine harmlose Sache, im Vergleich zu Bombenalltag
Ich bin dankbar, an all meinen Tagen
Dankbar, dass Frieden ihn noch krönt, meinen Tag

So eisig kalt, so skrupellos geworden diese Welt
Die Mächtigen sehen nur noch ihre Macht
Kaum einer noch den Weg der Dankbarkeit wählt
Dankbar dem Himmel, dem Leben, womit sie uns bedacht

Kostenlose Wunder uns gegeben
So viel Schönheit uns geschenkt, von Natur
Ich bin sehr dankbar für mein Leben
Weil es, noch, fernab jeglicher Kriegsverbrecherspur

In Frieden leben, das ist mehr als in Freiheit
Welch Unglück, wenn in einem Kriegsgebiet geboren
Mein Herrgott, ich bin dir sehr dankbar für meine Zeit
Dass ich das Glück, mein Leben noch nicht im Kugelhagel der Bomben verloren…

Ihr, Mächtigen dieser Welt, wacht endlich auf!
Wacht auf, eh es zu spät, für uns alle…

 
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
     08.01.2017


Das allerletzte ABSAHNEN...






















Das allerletzte ABSAHNEN…                           

Blätterleere Baumkronen wiegen im eisigen Wind
Das Vogelnest seit langem leer
Ich denke zurück, als ich noch ein Kind
Wie schön es zuhause war, wie geborgen, so hehr

Ein Alltag voller Rücksicht, Menschlichkeit
Wo Nachbarn zum Besuchen keinen Termin gebraucht´
Wo jeder sich bewusst, dass Ehrlichkeit
Säulen des Lebens – ob der Ofen kalt, ob Schornstein raucht

In Gedanken gehe ich durch gelebte Zeit
Daheim, in meiner Heimat Hatzfeld
Sehne mich nach dieser einzigartigen Geborgenheit
Nach dieser edlen, einst so ehrlichen Welt

Das Vogelnest dort, zwischen den Zweigen
Genau so leer, so einsam wie meine Heimat
Keine Lieder mehr, keine Muttersprache, kein fröhlicher Reigen
Was einst, die Freude der fleißigen Bewohner dieser Stadt

Was haben sie alle geschuftet - unsere Großeltern, Eltern, Ahnen
Was haben Generationen sich ihrem Schicksal gebeugt, ertragen
SIE, SIE kamen zum letzten Mal - DIE, DIE skrupellos absahnen
Seitdem, Häuser und Gassen stumm, ohne Antwort auf die allerletzten Fragen

Warum, warum dieses Heimatvernichten, warum das allerletzte ABSAHNEN?
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
     02.01.2018


Kindheitserinnerungen, wie Spaziergang durch einen Märchenwald




















Kindheitserinnerungen,  wie Spaziergang durch einen Märchenwald    
 
Diese wundervollen, heiligen Gassen
Wenn Sterne und Mond ihr Leuchten gestreut

Den Eimer, an der Kette, in den Brunnen runtergelassen
Den Mond zu fangen, misslang erneut

Er lag auf dem Wasser, mit seinem schönsten Gesicht
Tief unten, im kühlen Brunnenschacht

Nur einfangen, einfangen gelang nicht
Egal wie leise man war, wie still, wie sacht

Wenn der Eimer die Wasseroberfläche berührt
Und die sanftesten Wellen geschlagen

Hat der Mond längst seine Schönheit gekürt
Der Mond, was war er manchmal so klug

Er ließ sich niemals einfangen, nie
Egal was wir als Kinder auch versucht

Ob Brunnen, ob Kanal, ob auf der Kaul
Wir erreichten diesen Zauber nie

Der Mond, er hat uns nur seine Schönheit
Seine Zauberkraft, sein Leuchten verbucht

Heimat, mein Hatzfeld, welch Kindheitserinnerungen
Als ob ein Spaziergang durch einen Märchenwald

Heimat, dir gehören meine Ehrfrucht, meine Umarmung
Deine Menschen, die artesischen Brunnen verschwunden

Deine Gassen so stumm, so fremd, so leer und kalt…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
    23.01.2016

Ihre hinterlassene Spur, die Liebe...


















Ihre hinterlassene Spur, die Liebe…  
                      
Sie war erschöpft, oft,
von den Pflichten ihrer Schicksale.

Sie war müde, oft,
von den Sorgen ihres Alltags.

Sie war traurig, oft,
über das Leid ihrer Lieben.

Sie war verzweifelt, oft,
im Schmerz ihrer Traurigkeit.

Sie gab nie auf, blieb stark,
lebte nur für ihre Lieben.

Ohne, je daran zu denken,
dass ihre Jahre leise mit wandern.

Sie hinterlässt keine Spur von „Erfolg“.
Sie hinterlässt nur ihre Liebe, für ihre Lieben,
tief eingraviert in deren Herzen…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
     01.04.2018



Geburt und Tod - der Lauf der Welt...

 














Geburt und Tod – der Lauf der Welt...      
               

Am Anfang, geschenkt durch Geburt, neues Leben
Am Horizont erstrahlt ein neues Licht
Kindheit, Jugend, Erwachsensein, das Alter uns gegeben
Wem wie viel zuteil, das weiß man vorher nicht

Manch einer, noch so jung an Jahren
Doch der Tod, er nahm ihn schon mit
Ohne zu sehen, dass Tränen unzählbar waren
Weil zu Ende, einer Jugend hoffnungsvoller Schritt

Der Tod, er fragt nicht, er fragt nie
Er kommt und nimmt mit, alles Leben
Schmerz und Trauer komponieren Abschiedsmelodie
Keiner von uns weiß, wann ihm die letzte Stunde gegeben

Von der Natur so eingerichtet, so gewollt
Dass vielen Generationen das Wunder „Leben“ geschenkt
Vergänglichkeit durch Raum und Zeit, für viele rollt
Damit unsere Welt von buntem Treiben gelenkt

Ein Kreislauf, der mit Tränen des Glücks beginnt
Wenn durch Geburt neues Leben große Freude bringt
Bis dann am Ende, still und traurig, die einsame Träne rinnt
Wenn von fern her, das Sternenmeer sein „Ave Maria“ singt…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
    27.01.2018

Sonnenaufgang...

















Sonnenaufgang…                           

Sachtes Funkeln
Am schweigenden Horizont

Zaghaftes Steigen
Der Sonnenfeuerkugel

Der neue Tag
Er malt eben seinen Stempel…


©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
     07.05.2018







Wir haben alle nur ein Leben...





















Wir haben alle nur ein Leben…                       

Was hat unsere Natur uns allen schon gegeben
Reichtum, Formen- und Farbenvielfalt, Glanz und Pracht
Wir haben doch alle nur ein Leben
Daher, mit Jahreszeitenfaszination bedacht

Ob Baum, ob Tier, Greis oder Kind
Jeder hat ein Recht auf sein Glück, seine Zeit
Jeder darf ihn spüren, den rauen und den warmen Wind
Uns allen gehört des Lebens, der Erde Schönheit

Mensch, öffne deine Augen, dein Herz
Schenke Güte, Liebe, Kraft, Wärme, Umarmung
Tröste, wo Hilfe nötig, wo groß der Schmerz
So schnell, so schnell sind unsere Jahre nur noch Erinnerung…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
     03.01.2017



Jedem von uns die gleichen Chancen

                  Foto:©Elisabeth Anton       Jedem von uns die gleichen Chancen                                            Die Natur fr...