Mittwoch, 19. September 2018
Lebe dein Leben, deine Zeit...
Lebe dein Leben, deine Zeit…
Irgendwann wollte das Leben
Dass mein Glück mit Trauerflor
Schmerzvolle Schicksale mir gegeben
Leise verstummte er, des Glückes Melodienchor
Plötzlich, alles Glück mir genommen
Zuversicht und Hoffnung kaum zu spüren
Schmerzen, Schicksale, in meine Arme genommen
Um, noch ein wenig Dasein zu atmen, zu berühren
Jedes Leben hat mal Freud, Leid, Weg und Ziel
Wie Jahreszeiten ihrer Blumen Vergänglichkeit
Dennoch sage ich: Das Leben, welch kostbares Spiel
Ob mit oder ohne Joker, lebe sie, deine Zeit…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
31.01.2018
Jahrhundertsünde
Jahrhundertsünde
Einsame Ziegelsteine
Pflastern die Fremde
In den Gassen meiner Heimat
Kahle Baumkronen
Einsam, verlassen, frieren
In den Gassen meiner Heimat
Schweigende Häusergiebel
Starren sprachlos, stumm
In die Fremde ihrer Gassen
Hier, dort, manch alte Erinnerung noch
Wie Mahnmal aus vergangenen Zeiten
Still, wortlos, in den fremden Gassen
Meiner einst so schönen, so reichen Heimat…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
22.04.2016
Das Meer und die Liebe
Das Meer und die Liebe
Wie das Meer
nicht all seine Toten mehr frei gibt
So gibt auch ein edles Herz
Das Geheimnis mancher Liebe nicht preis
Beide, sie sind und bleiben
Ein für immer verschlossenes Grab
Wo nur das Meer weiß
Wo es seine Toten gebettet
Wo nur die große Liebe weiß
Welches Herz für sie, wann, wie schlägt
Das Meer und die Liebe
Sie klammern sich an unergründbare Tiefen
Weil jeder für sich
Unbesiegbare Macht
Das Meer und die Liebe…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
05.02.2016
Dienstag, 18. September 2018
Morgendämmerung
Morgendämmerung
Sanfte Dämmerung, am Horizont.
Der Tag
schiebt die Finsternis beiseite.
Der Morgen,
er grüßt harmonisch,
schenkt Amselkonzert.
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
31.03.2018
Nie werden sie heilen, diese Wunden...
Nie werden sie heilen, diese Wunden…
Heimaterinnerungen…
Schweigend stehe ich vor meiner Heimat Stadttor
Gedankenverzweifelt, meine Stimme stumm
Als ob eine Fremde in der Fremde, trotz Sternenchor
Alles so anders, so fremd um mich herum
„Hat Gott das wirklich so gewollt?“
Schreiben meine Tränen auf den Asphalt
Erinnerung um Erinnerung dahin rollt
Jede, meiner Seele Schmerz, Opfer der Geschichte Gewalt
Ich gehe Richtung Elternhaus
Bleib, stumm und traurig, vor dem alten Bahnhof stehen
Er hat so vieles gesehen, erlebt – ohne Applaus
Meine Schritte, wie ferngesteuert, durch die Gassen gehen
Vor dem Heiligen Florian, mich verneigend, bleib ich stehen
Kopfschüttelnd geh ich dann weiter, zum Kirchenportal
Meine Heimatkirche wiederzusehen
Wo gepaart, einst gelebtes Glück mit traurigem Schicksal
So fremd geworden, die einst so trauten Gassen
Hie und da noch zu erkennen, einst bekanntes Haus
Erinnerungen versuchen mich anzufassen
Unbegreiflich. Hatzfelds Deutschtum, seine Geschichte, auf „Aus!“
Wo einst Kindergarten, Schule, der Brunnen längst verschwunden
Wie einzementiert steh ich da, vor meinem Elternhaus
Versuche sie zu umarmen – den Schmerz und die Wunden
Meine Heimat, es tut mir leid. Fremde umarmt mich, Haus um Haus
Irgendwie, noch ein Stück Vertrautheit zu spüren
Weil Erinnerungen sich ausbreiten, wo einst ihre gelebten Stunden
Ich spüre, wie Dankbarkeit, Trauer, tiefer Schmerz mich berühren
Heimat, sie werden nie heilen, diese Wunden…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
23.06.2018
Sommerabend...
Sommerabend…
Träumende Baumkronen wiegen sich im Sommerwind
Im Westen malt das Abendrot seine Gemäldegalerie
Welch Naturwunder! Ich bewunderte sie schon als Kind
Die Sonne, wie majestätisch sie strahlt, ihre Farbensymphonie
Abendrot umarmt, in wundervoller Stille, die ganze Welt
Die Farbenpracht der Natur – welch Reichtum
Wenn der Himmel so bescheiden sein Urteil fällt
Schenkt er Sonnenuntergang als Heiligtum
Nur dem, der dies auch sehen will…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
25.08.2018
Es war einmal, damals...
Es war einmal, damals…
Goldene Ährenteppiche
wogen sich, einst, im Heidewind,
über Heimaterde.
Stoppelfelder gähnen noch,
im rauen Herbstwind,
als letztes Kapitel im Heimatbuch…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
06.03.2018
Abonnieren
Posts (Atom)
Jedem von uns die gleichen Chancen
Foto:©Elisabeth Anton Jedem von uns die gleichen Chancen Die Natur fr...
-
Foto:©Elisabeth Anton Wenn der Tag seiner Stunden Tore öffnet W...