Montag, 20. September 2021

Kirchturmglocken meiner Heimat verkündeten Tod, Feuer, Leben, die Zeit


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Kirchturmglocken meiner Heimat verkündeten Tod, Feuer, Leben, die Zeit 

     Erinnerungen

  

Krankenhauszimmer

Zwei Betten, zwei Seelen

Durchs Fenster zu hören

Wie vom nahen Glockenturm die Stunde schlägt

Wie damals, in meiner Heimat

Wo die Kirchturmglocken ganze Geschichten erzählt´

Ob über Verstorbene

Ob über Feuer

Ob über Leben, die Zeit

Wie weise sie waren

Die Menschen, die noch gelebt

Was tief im Herzen zu spüren

Kirchturmglockenschlag, statt zu laute Musik

Melodisches Geläut der Kirchenglocken zu jeder Stunde

Statt Überschallflugzeuge…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                10.09.2021

 

Sonntag, 19. September 2021

Erinnerungen aus der Heimat


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Erinnerungen aus der Heimat                                        

 

Sie stand, ein letztes Mal

Vor dem uralten Gartentürchen

Schaute zum Kirchturm ihrer Heimatkirche

Lauschte dem Glockenschlag der Zeit

Wohlwissend, dass die Stunde geschlagen

Zu gehen, für immer

Heimat für Freiheit zu opfern

Um Diktatur, den Stacheldrahtgrenzen zu entkommen

Ihre Blicke schweifen noch einmal

Über die Nachbarhäuser, Gärten

Schweineställe, Taubenschlag, das gestapelte Holz

Das der Nachbar heute noch wegfahren muss

Rüber, zu sich in den Hof

Sie geht im Elternhaus den langen Gang entlang

Steht im Gassentürchen

Schaut die Straße rauf und runter

Und fragt sich, mit Tränen in den Augen

„Ist Heimat für immer verloren

Wie das Großmutter schon erleben musste?“

Vor dem Nachbarshaus umarmt sie ihre gute, alte Nachbarin

Schaut noch einmal zu ihrem Elternhaus, den Akazienbäumen

Dann geht sie, Richtung Bahnhof

Und ihre Tränen sagen ihr

Dass es keine zweite Heimat mehr geben wird

„Organisierte Aussiedlung“ statt Länder ohne Stacheldrahtgrenzen

Und, als Jahrzehnte danach der Eiserne Vorhang endlich weg

War es für eine Rückkehr zu spät

Weil die Deutschen in ihrer Heimat ausgesiedelt

Ihre Heimat gab es nicht mehr

Nur noch Fremde in ihrer Heimatstadt

Und Fremde in der Freiheit

Am Ende, nur eine Frage geblieben

„Welche Fremde zerbricht sie mehr?“…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 10.09.2021

 

Wahre Liebe

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Wahre Liebe                                    

 

Wahre Liebe, nicht Geld noch Perlen

Sie ist nur reich

Wenn das Herz Gefühle lebt

 

Sie ist kein Schatten, sie ist Licht

Sie ist kein Leid, sie ist Glück

Sie ist nicht Gold, sondern Charakter

 

Wahre Liebe, sie ist wahr

Wenn sie dir Rosen auf den Weg streut

Damit du strahlend weitergehen kannst

 

Wahre Liebe, kein Reichtum den man kaufen kann

Sie ist nicht zu kaufen, nicht zu bezahlen

Sie ist die Krönung des Lebens

 

Wenn sie schenkt

Was der andere fühlen kann

Auch ohne Worte, ohne Umarmung

 

Wahre Liebe, sie ist ein Heiligtum

Sie ist das größte Glück auf Erden

Wenn das Leben sie dir geschenkt

 

Wahre Liebe prahlt nicht

Weder mit Geld noch mit Schmuck

Sie schenkt dir eine Rose

 

Deren Schönheit dein Herz berührt

Weil Gefühle von Seele zu Seele wandern

Spürbar, im tiefsten Inneren deines Glücks

 

Wahre Liebe, sie ist des Lebens Krönung

Sie braucht kein Geld, sie braucht dich

Deine Nähe, deine Liebe, gemeinsam gelebte Zeit

 

Wahre Liebe braucht weder Besitz noch Diamanten

Sie braucht nur deine Sehnsucht

Um die Vollendung von Begehren und Sein zu spüren

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                    10.09.2021

 

 

 

 

Alles ist vergänglich, selbst die Wunder der Natur


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Alles ist vergänglich, selbst die Wunder der Natur                        

 

An der Außenfensterscheibe

Eine Biene im Sonnenschein

Dennoch, sie scheint nicht gesund

Sie fällt von der Scheibe Richtung Fensterbank

Der Wind nimmt sie mit

Wer weiß es schon, wohin

Welch Erlebnis, welch Symbol

Dass selbst Wunder der Natur

Der Vergänglichkeit geweiht

Mensch, begreife endlich

Wir sind alle vergänglich

Wir haben alle nur ein Leben

Wach auf! Lebe deine Zeit!

Lass auf den Spuren deiner Jahrzehnte

Erinnerungen zurück, die eine Wohltat

Für all die kommenden Generationen…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 10.09.2021

 

Sonntag, 5. September 2021

Wir leben alle nur einmal

 


 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Wir leben alle nur einmal                                   

 

Ob Kaiser, Könige, Grafen, „Diktatoren“

Alle waren sie, es gibt sie nicht alle mehr

Alle schreiten mal durch der Ewigkeit Toren

Alle werden mal geboren, überqueren Ewigkeitsmeer

 

Alle, die dafür gesorgt

Der Welt etwas Gutes, Schönes zu hinterlassen

Haben der Nachtwelt ihr Herz geborgt

Gezeigt, dass ihr Leben nicht Kriege und Hassen

 

Mensch, besinne dich

Bevor es für uns alle zu spät

Was immer du in deinem Leben tust, täglich

Jeder Schritt nur einmal durch die Spur deiner Vergänglichkeit geht…

             

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   23.05.2021

 

 

 

 

Jahrzehnte um dich geweint, allein


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Jahrzehnte um dich geweint, allein    

     Eine Jugendliebe, für immer

 

Du bist das Glück meiner Herbstzeit

Seit es Frühling, warte ich auf dich

So oft sie ersehnt, deine Geborgenheit

Deine Worte der Liebe, nur für mich

 

So viele Jahre meines Lebens dahin

So viele Tränen geweint um dich

Ohne dich, mein Leben ohne Sonne, ohne Sinn

Du warst, du bist, die Liebe meiner Seele, ewig

 

Du bist mein Morgenrot, meine Abenddämmerung

Du bist meine Sonne, mein Abendstern

Wie oft ich sie ersehnt, deiner Liebe Vollendung

Obwohl ich wusste, du bist so weit, mein Abendstern

 

Ich habe dich geliebt, gehofft, geglaubt

Irgendwann darf ich deine große Liebe sein

Nichts, nichts hat mir meine Liebe zu dir geraubt

Auch nicht Jahrzehnteschmerz, wenn ich um dich geweint, allein

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                22.05.2019

 

Wenn es durchs Kirchendach regnet…

 



 

 

 

 

 

 

 

  

Foto:©Elisabeth Anton

 

Wenn es durchs Kirchendach regnet…                                

 

Dort an der Ecke, ein Haus

Nur noch Ruine, der Türrahmen steht noch

Die Vergänglichkeit spaziert ein und aus

Wo einst das Dach, nur noch ein großes Loch

 

Der Wind hat die Dachziegel mitgenommen

Die Fenster, sie wurden gestohlen

Wer dort mal gewohnt, nichts mehr mitbekommen

Welch Tragödie von Schicksal befohlen

 

War es Schicksal, die Menschen oder die Vergänglichkeit

Die zugesehen, dass alles dem Verfall geweiht

Ich stehe davor, welch erdrückende Traurigkeit

Wo Verfall an Verfall sich reiht

 

In anderen Orten, die Kirche ohne Dach

Nachdem es über Jahre reingeregnet

Vor dem Altar macht eine einsame Kuh Krach

Sie frisst das Gras, das ihr dort begegnet

 

Eine Kirche ohne Dach, Gras sprießt vor dem Altar

Die wundervollen Gemälde, längst vom Regen mitgenommen

Heimat, wie schön es bei dir einst war

Alles ausgelöscht, seit die Menschen den Weg „Freiheit“ genommen

 

Was immer auch in dieser Welt geschieht

Ob Zufall, Schicksal oder Himmelsmacht

Wenn Kirchen dem Verfall überlassen, Zivilisation von dannen zieht

Und niemand, keiner mehr, an Sinn und Reichtum „Heimat“ gedacht…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 28.06.2021

 

 

Jedem von uns die gleichen Chancen

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