Freitag, 2. September 2022

So schnell ziehen unsere Tage


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

So schnell ziehen unsere Tage                               

 

Die Birkenblätter zittern im Sommermorgenwind

Die Bienen so fleißig, rund um die Uhr

Wie wertvoll die Schätze des Sommers sind

Wenn man sie sehen kann, deren Spur

 

Die Natur bietet uns Schönheit, Wunder, Reichtum

Sie schenkt uns des Sommers farbenbunte Vielfalt

Manchmal tickt der Augenblick laut, dann atmet er stumm

Und jeden Abend ein Tag wieder leise verhallt

 

Genieße den Augenblick, die Stunde, deine Zeit

Kein Sommer kommt ein zweites Mal wieder

Spüre des Lebens wohltuende Geborgenheit

Lebe Dankbarkeit! Schau, wie schnell er weg, der weiße Flieder

 

Wie er so schön, dann verwelkt, verstummt, verloren

So gehen auch unsere Tage dahin

Besinne dich, oh Mensch, warum wir geboren

Schenke deinen Stunden Weg, Ziel, Zeit und Sinn

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  29.08.2022

 

 

Geplante Kriege, geplantes Töten


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Geplante Kriege, geplantes Töten                         

 

Mein Verstand will es nicht kapieren

Dass noch immer, nach Millionen Toten

Die Mächtigen Krieg, Tod, Vernichtung organisieren

Als ob es ein Spiel mit den Chancen auf Noten

Meine Gedankenwelt will nicht verstehen

Dass es noch immer, im 21. Jahrhundert, Kriegstote, Vertreibungen gibt

Die Machtgierigen noch immer nicht sehen wollen

Dass sie ihre Spuren, für die Zukunft ihrer Kinder, mit traurigen Erinnerungen füllen

Ich kann und will es nicht akzeptieren

Nicht verstehen, dass man Töten organisiert, alles zerstört

Wo einst Frieden und Freiheit, Heimat und Zuhause in Würde man gelebt

Ich kann es nicht verstehen, dass man so viel Zivilisation, so viel Fortschritt zerstört

Geplante Kriege, geplantes Töten, geplantes Vernichten

Ob Menschenleben, ob Brücken, Häuser, ganze Wohnsiedlungen zerstört

Warum wollen die Menschen auf die Liebe, Frieden, Freiheit, Wohlstand verzichten

Werden die Waffenhersteller dadurch reich, glücklich, beim Leid der Hinterbliebenen

Warum reichen sich Menschen nicht in Frieden und Freiheit die Hand

Damit unsere Erde noch lange besteht, mit friedliebender Menschheit

Schaut keiner hin, was bleibt, wenn vernichtet ein Land

Habt ihr alle vergessen, dass wir alle nur ein Leben haben, nur eine einzige Zeit

Gutes zu tun, die Liebe zu leben, Wertvolles zu hinterlassen

Für unsere Kinder, unsere Enkelkinder, für alle kommenden Generationen

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   29.08.2022

Donnerstag, 1. September 2022

Die letzte Sommerharmonie


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Die letzte Sommerharmonie                          

 

Kühler Sommermorgen begrüßt den Horizont

Wo es zaghaft aufgewacht, der Sonne Strahlenmeer

Über dem Garten ein spürbarer Frieden thront

Der mir zeigt, das Glas ist nicht halb leer

 

Es ist halb voll, füllt sich weiter, mit jedem Augenblick

Hoffnung und Kraft, sie stärken Seele und Gedankenwelt

Ein kleiner Käfer streckt sich im Sonnenglück

Dieser Augenblick, welch Reichtum für mich gewählt

 

Als ob die Zeit gerade stillsteht

Als ob sie den Atem anhält, die Vergänglichkeit

Ein Igel sorgenfrei durchs alte Gartentor geht

Amsel und Meise, sie atmen Sommergeborgenheit

 

Zwischen Sträucher, Blütenpracht und stummen Baumkronen

Blüht die Welt des Sommers zum letzten Mal auf

Stille, Zufriedenheit und Dank, selbst über den Grashalmen thronen

Mein wortloses Dankeschön schicke ich zum Himmel hinauf

 

Ich danke für diese Wohltat, diesen reichen Augenblick

Bewundere die Kraft der Käfer, Insekten, ihrer Flügel Farbenmagie

Ich atme all diese Wunder, sie kommen kein zweites Mal zurück

Welch Dankbarkeit in mir, für diese spürbar wohltuende Sommerharmonie

 ©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   29.08.2022

 

Genieße sie, deine Zeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Genieße sie, deine Zeit                                  

 

Wenn der Sommer seine letzten Tage zählt

Und der Herbst naht mit seinem Farbenmeer

Der Himmel seine Sternenbahnen wählt

Ist der Vergänglichkeit Stundenglas bald leer

 

Wieder zog ein Sommer übers Land

Wieder eine unverwechselbare Blütenfarbenpracht

Wellen und Wind streicheln Meer und Sand

Jeder Tag muss gehen, wenn sie vor ihm steht, die Nacht

 

So schnell dreht sich das Rad unserer Vergänglichkeit

Und wir gehen mit – mal laut, mal leise

Lebe, genieße sie, deine wertvolle Zeit

Damit im Herbst deines Lebens Erinnerungen reich und weise

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                    29.08.2022

 

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