Samstag, 2. Dezember 2023

Die Liebe war´s, bis zum Schluss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Die Liebe war´s, bis zum Schluss         

Für H.

 

Himmlischer Segen, stiller Beistand

Auch wenn meine Schicksale tiefstes Leid

Heute, die Erinnerung reicht mir ihre Hand

Und bringt mich zurück, in unsere glückliche Zeit

 

Dann lass ich mich in deinen Armen verwöhnen

Dann lebe ich unserer Liebe Krönung

Wach ich auf, muss ich mich mit der Wirklichkeit versöhnen

Auch wenn der Augenblick voller Schmerz, ohne Hoffnung

 

So war mein Leben, höchstes Glück, grausamstes Leid

Es war so bitter schwer, diese Jahre ganz allein zu überstehen

Heute, heute weiß ich, dass die Liebe, meiner Güte Zufriedenheit

Mich getragen, gestärkt, um diese Wege, ehrfurchtsvoll, bis ans Ende zu gehen 

 

Die Liebe war´s, bis zum Schluss

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  03.10.2012

 

Leere Baumkronen, die stillen Zeugen von Welken und Vergänglichkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Leere Baumkronen, die stillen Zeugen von Welken und Vergänglichkeit

 

Nachdenklich sitze ich am Fenster, schau hinaus

Ein gelbes Blatt tanzt vor den Scheiben

Der Wind, er nimmt es mit, in die Welt hinaus

Das kleine Blatt, es kann nicht mehr bleiben

 

So nimmt der Wind sie alle mit

Schenkt ihnen den allerletzten Tanz

Der Herbst, welch bunter Jahreszeitenschritt

Er lässt welken, nimmt ihn fort, den letzten Sommerglanz

 

Ich geh hinaus, vor die Tür

Schau meinem gelben Blatt hinterher

Blätterreigen im Herbst, welch kostbare Kür

Hinterher, die Baumkronen schweigend leer

 

Irgendwann, mein kleines Blatt nicht mehr zu sehen

So nimmt er sie alle mit, der letzte Herbstwind

Welch Wohltat, durch die Farbenpracht dieser Jahreszeit zu gehen

Bis die leeren Baumkronen die stillen Zeugen von Welken und Vergänglichkeit sind

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  02.10.2012

 

 

 

 

Freitag, 1. Dezember 2023

Deine Liebe, Edelrose meiner Jahrzehnte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Deine Liebe, Edelrose meiner Jahrzehnte                       

Für H.

 

Mein Leben, mal Blumenstrauß, mal Regen

Mal Dornen, Fels, Quelle ohne Fluss

Tief im Herzen, Gottes stiller Segen

Mich immer begleitet, bis zum Schluss

 

Meine Worte, meine Gedanken sprechen

Geradlinig, direkt, was mein Herz berührt

Kein Glück, kein Leid konnten mein Ehrlichsein zerbrechen

Meine Wege, immer, Herz und Verstand gespürt

 

Wenn auch mal hoffnungslos, verloren ein Ziel

Ich gab nie auf, ich kämpfte dafür

Nur einmal verlor ich das große Spiel

Als dein Tod, erbarmungslos, vor unserer Tür

 

All meiner Jahrzehnte Schicksale erduldet, getragen

Immer die Macht der Liebe, die Güte des Herzens dabei

Oft gab es keine Antwort auf meine Fragen

Oft vermischten sich Unikat mit Allerlei

 

Dornen, Glut, Feuer, Sonne, Mond, Sterne, Fels, Edelstein

Pflasterten meine Wege von hier bis unendlich

Ich bin dankbar für Licht und Schatten, für mein reiches Sein

Deine Liebe, welch Edelrose meiner Jahrzehnte, bis sie irgendwann endlich

 

Nur einmal verlor ich das große Spiel

Als dein Tod, erbarmungslos, vor unserer Tür

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 05.10.2012

 

 

 

 

98 Tage Krieg. Wacht endlich auf!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

98 Tage Krieg. Wacht endlich auf!                        

 

Seit 98 Tagen wird getötet

Vernichtet, zerstört, vertrieben

Seit 98 Tagen, in grenzenloser Brutalität

Alles zerstört, was den Bomben, Raketen nicht entkommen kann

Seit 98 Tagen, keine Rücksicht mehr

Auf die Angst der Kinder, Zivilisten

Seit 98 Tagen, grauenvolle Zeit

Soldaten töten Soldaten, Kinder, Zivilisten

Seit 98 Tagen, haben sie keinen Ausweg

Diese unschuldigen Soldaten

Seit 98 Tagen wären viele

Ob Zivilisten, ob Soldaten

Lieber zuhause, bei ihren Familien

Ihren, bis dahin gelebten Alltag zu erleben

Sie müssen an der Front kämpfen

Ihr Leben in ständiger Gefahr

Obwohl sie diesen Krieg gar nicht wollen

Müssen sie den Befehlen folgen

Die, von den Kriegsverbrechern festgelegt

Die, in Anzug und Krawatte, am ovalen Tisch

Weit entfernt von der Front

Die Leben der Unschuldigen zerstören

Und die Welt, die Welt

Schaut diesem Raubzug der Macht

Diesem Töten von Unschuldigen

Seit 98 Tagen, einfach zu

Liefert noch Waffen über Waffen

Statt, sich um Diplomatie zu bemühen

Weizen der Welt zu liefern

Bevor er verschimmelt, die Menschen verhungern

Die Menschheit hat noch nicht kapiert

Dass nur Wenige, die an der Macht

Eigentlich gar nicht die Macht der Welt sind

Wacht endlich alle auf!

Wir brauchen Frieden, Frieden für alle!

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 01.06.2022

 

 

 

 

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