Samstag, 7. Juli 2018
Selbst die Hoffnung ausgesiedelt...
Selbst die Hoffnung ausgesiedelt…
Stumme, einsame Häusergiebel
Lauschen dem schweigenden Sommerabendwind
In der Hoffnung, Stimmen von Nachbarn zu hören
Die eben vom Feld nach Hause gekommen
Das Plätschern der artesischen Brunnen
Einst wie Abendkonzert im lauen Heimatwind
Doch, dieses Plätschern, es ist schon lange verstummt
Es gibt sie nicht mehr, fast an jeder Ecke, die artesischen Brunnen
Vor keinem Haustor stehen sie mehr, die Gänsescharen
Abends, allein nach Hause gekommen, von der Kaul
Wie bettelnd, vor dem Gassentor um Einlass baten
Sagen wollten: „Wir sind wieder daheim…“
Kein Handwägelchen rattert mehr durch die Gassen
Kein Taubenschlag ragt mehr stolz dem Himmel entgegen
Nichts, nichts mehr von Heimat geblieben
Nur noch stumme Fremde, in den Gassen von Hatzfeld
Wo einst, ein stolzes Volk seiner Ahnen Aufopferung dankbar
Weil sie Heimat und Blütezeit, vielen Generationen, geschenkt
Ohne zu ahnen, dass die Mächtigen der Geschichte
Alles wieder auslöschen, als ob nie dagewesen…
Es war einmal Heimat…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
27.04.2016
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