Die Seele
Wo die Seele, das Schicksal wohnen
Wer weiß das schon
Niemand sie je gesehen – ob Leid, ob Belohnen
Irgendwann Finsternis oder des Lichts
strahlender Lohn
Die Seele, sie wird mit dir geboren
Wenn du sie berührst, die Welt
Irgendwann, an die Ewigkeit verloren
Ob es dir Angst, ob es dir gefällt
Schau zu den Blumen, Tieren, Bäumen, Gräser
hin
Schau in den Spiegel, was es erzählt, dein
Gesicht
Alles, alles hat seinen Atem, Weg, Ziel,
seinen Sinn
Ohne Seele gäbe es das Leben nicht
Du kannst die Seele nicht sehen
Aber du erlebst, womit sie dich berührt
Du kannst standhaft oder kraftlos weitergehen
Aber die Seele, immer dein Befinden spürt
Sie spürt, sie lebt mit dir, für dich
Sie haucht Leben in dein Herz, dein Gesicht
Ohne Seele, da wäre alles so eiskalt,
fürchterlich
Ohne Seele, kein Lächeln in deinem Gesicht
Die Seele, dein Herrgott – wie unsichtbare
Macht
Gleiten sie, von Jahr zu Jahr, mit dir
Womit sie dich, warum bedacht
Das erlebst du im Jetzt und Hier
Deine Seele, sie malt das Gemälde deiner
Gefühlswelt
Wie unsichtbare Fäden webt sie das Buch
deiner Zeit
Deine Seele, mit jeder Gefühlsregung steigt
sie oder fällt
In den Schoß des Augenblicks – der ihr als
Zuhause gegeben, für deine Lebenszeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.01.2019
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