Mittwoch, 23. Januar 2019

Die Seele


















Die Seele                 



Wo die Seele, das Schicksal wohnen

Wer weiß das schon

Niemand sie je gesehen – ob Leid, ob Belohnen

Irgendwann Finsternis oder des Lichts strahlender Lohn



Die Seele, sie wird mit dir geboren

Wenn du sie berührst, die Welt

Irgendwann, an die Ewigkeit verloren

Ob es dir Angst, ob es dir gefällt



Schau zu den Blumen, Tieren, Bäumen, Gräser hin

Schau in den Spiegel, was es erzählt, dein Gesicht

Alles, alles hat seinen Atem, Weg, Ziel, seinen Sinn

Ohne Seele gäbe es das Leben nicht



Du kannst die Seele nicht sehen

Aber du erlebst, womit sie dich berührt

Du kannst standhaft oder kraftlos weitergehen

Aber die Seele, immer dein Befinden spürt



Sie spürt, sie lebt mit dir, für dich

Sie haucht Leben in dein Herz, dein Gesicht

Ohne Seele, da wäre alles so eiskalt, fürchterlich

Ohne Seele, kein Lächeln in deinem Gesicht



Die Seele, dein Herrgott – wie unsichtbare Macht

Gleiten sie, von Jahr zu Jahr, mit dir

Womit sie dich, warum bedacht

Das erlebst du im Jetzt und Hier



Deine Seele, sie malt das Gemälde deiner Gefühlswelt

Wie unsichtbare Fäden webt sie das Buch deiner Zeit

Deine Seele, mit jeder Gefühlsregung steigt sie oder fällt

In den Schoß des Augenblicks – der ihr als Zuhause gegeben, für deine Lebenszeit



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

      21.01.2019


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