Dienstag, 15. Januar 2019

Haste nicht, verweile bei deinem Augenblick

















Haste nicht, verweile bei deinem Augenblick                     





So still ruht der Morgen

So leise atmet sie, die Nacht

Sie trug sie alle mit, unsere Sorgen

Ob mit Sonnenaufgang wir heut´ bedacht



Ob die Sonne am Horizont steigt oder nicht

Unsere Zeit geht weiter, rennt unaufhörlich mit

Wenn der Tag am Himmel steht, erleben wir Licht

Um zu sehen, ob klein oder groß, unserer Sorgen Schritt



Wie immer auch dein Leid

Setz all deine Kraft ein, du wirst es tragen

Vergeude sie nicht, deine Zeit

Mit ewigem Trauern, sinnlosen Fragen



Der Tag zieht weiter, ein neuer Morgen

Wird bald den Horizont schmücken

Es gibt kein Licht ohne Schatten, kein Leben ohne Sorgen

Auch in tiefster Dunkelheit musst du dich nach Hoffnung bücken



Heb sie auf, die Rosen der Hoffnung

Binde sie, zu deinem schönsten Strauß

Alles, alles wird irgendwann zur Erinnerung

Dann, dann stehst du schon nahe der Engel Zuhaus´



Lebe Glück, Freud, Schmerz und Leid

Trage sie, voller Kraft, deines Lebens Lasten

Schau hin, wie schnell sie vergeht, deine Zeit

Lebe den Augenblick, ohne durch ihn zu hasten



Verweile bei ihm, mit ihm, lebe ihn

Er kommt nie mehr wieder…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

       14.01.2019




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