Gedanken, vom Heimweh getrieben…
Ich schließe meine Augen
Meine Gedanken vom Heimweh getrieben
Erinnerung um Erinnerung sie aufsaugen
Von all den vielen, jede einzelne mir geblieben
Es war so schön daheim, zur Frühlingszeit
Im Garten begrüßte mich allmorgendlich ein
Blumenmeer
Heimat, welch Wohltat für die Seele, welch
Geborgenheit
Diese Zeit, diese Jahre, sie kommen nie mehr
Im Schoße der Natur sie gelebt, meine Kindheit
Es waren Jahrzehnte voller Duft und
Farbenpracht
Heimat, so kurz unserer reichen Jahre schöne
Zeit
So schnell hat die Geschichte Unmenschliches
vollbracht
Aus der Heimat, irgendwann, fortzugehen
Wegen Freiheit leben, ohne Schikanen der Diktatur
Um irgendwo auf dieser kalten Welt zu stehen
Wo von Heimatgeborgenheit, diesen edlen Werten,
keine Spur
Heimat, so grausam kann Schicksal sein
Weil ich Heimat opfern musste, um Freiheit zu
leben
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
22.04.2019

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