Liebe verzeiht immer…
Grauer Morgen bepinselt die Welt
So wortlos zieht es weiter, das Wolkenmeer
Leiser Regen auf die blühende Baumkrone fällt
Das Glas dort, es steht einsam und leer
Er ließ es zurück, als er heute Nacht gegangen
Daneben, ein kleines Blatt Papier
„Wenn du vom Zauber der Liebe gefangen
Suchst du nie nach einem fremden Revier.“
Das Zimmer so still, so voller Traurigkeit
Sie erstickt fast, in Zeit und Raum
Mit ihrer Eifersucht hat sie ein Glück
entzweit
Das ihn ausgelöscht, ihren größten Traum
Sie hat in ihrer Eifersucht nie gesehen
Wie abgöttisch er sie geliebt, nur sie
Es war klar, es wird irgendwann geschehen
Dass er geht. Nahm sie mit, seiner Liebe
Ehrlichkeitsmelodie
Sie hat nie gesehen, in ihrer Eifersucht
Welch ehrliche Liebe er ihr zu Füßen gelegt
Er hat sie geliebt, verwöhnt, Glück und
Sterne gebucht
Und nun, alles, alles Glück wie weggefegt
Er ging, ohne ein Wort zu sagen
Er schreib seine Wahrheit auf ein Blatt
Papier
Sie weinte. Soll sie es noch einmal wagen
In ihrem Brief zu lesen: „Verzeihst du noch
einmal mir?“
Tage vergingen, es weinten Mond und Sternenlicht
Eines Abends stand er mit Rosen vor ihrer Tür
„Liebe kann man nicht kaufen, meiner Sehnsucht
Licht
Ich liebe dich, brauche keine fremde Gefühlskür.“
Wortlos umarmte sie ihn, küsste seine Lippen
Streichelte, mit Tränen in den Augen, seine Hände
„Ich warf meine Eifersucht ins Meer, dort
oben von den Klippen
Ich will dich nie verlieren.“ Dieser Augenblick
spricht Bände…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
14.04.2019
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