Welch Tragödie, für
mich…
Mein Hatzfeld, du Grenzstadt, dort am Rand
Wo einst spürbar, sichtbar, der „Eiserne Vorhang“
Obwohl es, damals, ein so reiches Land
Verstummt geblieben, der herrlichste Glockenklang
Ich schließe die Augen, erinnere mich
An die „Baumschule“, wo ich gearbeitet zur Ferienzeit
Verstohlen schaute ich zur Grenze, Richtung Freiheit
Welch Sehnsucht nach der freien Welt, ich erinnere mich
Jede Gelegenheit nahm ich wahr
Richtung Grenze, Richtung Freiheit zu schauen
Dahinter, hinter der Grenze, das war mir klar
Lebt die Freiheit. So oft wollte ich heimlich „abhauen“
Mein Großvater, immer wieder mich gewarnt
„Sei vorsichtig, das ist ein gefährliches Spiel
Wer auf diesem Weg nicht sicher getarnt
Der erreicht es niemals, seiner Freiheit Wunschziel.“
Ohne zu reden, plötzlich warnte er mich
Weil er sie genau durchschaut, meine Gedankenwelt
„Sei vorsichtig! In Hatzfeld, da ist´s oft gefährlich
Man weiß nie, durch welchen Verräter man zur Miliz
bestellt.“
Dann, der Zufall baute eine Sondersituation
Großmutter in D. zu Besuch, mein Mann, Jugoslawien, Handball
„Überlege gut! Das wäre eine gute Ausgangsposition.
Doch die Beiden, die haben keine Courage für „deinen Fall…“
Sagte Großvater…
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
19.02.2013
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